„Schau aufs Land“

Nachhaltige Campingreisen als Megatrend
@ Christian Gruber Steffner & Maike Simonis

Der Grazer Startup „Schau aufs Land“ startet durch. Der digitale Stellplatzführer reüssiert mit Investment und App für Stellplätze bei Bio- Bauernhöfen und nachhaltigen Betrieben in Österreich. Durch die Masterarbeit des Umwelt- und Systemwissenschaftlers Leonard Röser, die im Jahr 2019 an der Universität Graz mit dem USW- Award prämiert wurde, wurde der Anstoß für „Schau aufs Land“ gegeben. Karin und Christian Gruber- Steffner gründeten gemeinsam mit Leonard Röser die Online- Reiseplattform in Österreich, die Camper und nachhaltige landwirtschaftliche Betriebe zusammenbringt. 

„Wir haben uns gefragt: Warum nicht einfach Camper und nachhaltige Landwirtschaftsbetriebe zusammenbringen und damit einen Mehrwert für alle schaffen?“, so Gründer Leonard Röser, der sich von dem ursprünglich aus Frankreich stammenden Konzept begeistert zeigt. „Die nachhaltigen Betriebe können sich kostenlos listen lassen, ihre Produkte und Angebote vorstellen, neue Kund/innen dazugewinnen und durch den Verkauf ab Hof die Direktvermarktung stärken.“ Klar sei es, dass der Camping- Tourismus einen Boom verzeichne und die Nachfrage bei weitem das Angebot übersteigen würde. Gleichzeitig würden österreichische Bauern für faire Preise ihrer Produkte kämpfen.

Fast 300 Bio- Betriebe und 750 Stellplätze

In Österreich sollen derzeit fast 300 Bio- Betriebe und andere nachhaltige Unternehmen mit mehr als 750 kostenlosen Stellplätzen in Österreich registriert sein, aus denen man als „Schau aufs Land“- Tourist auswählen kann. Wohnmobil-, Camper- und Zeltreisende dürfen kostenlos für 24 Stunden am Stellplatz des landwirtschaftlichen Betriebes bleiben. Der Preis für die Mitgliedschaft beträgt 34,90 Euro pro Jahr. Reisende können per Voranmeldung so viele Betriebe anfahren, wie sie es möchten. „Wir konzentrieren uns bewusst darauf, nachhaltige Betriebe in unserem Netzwerk zu listen. Zudem verstehen wir uns nicht als reines Stellplatz-Netzwerk, sondern vielmehr als Kommunikations- und Austauschplattform für verantwortungsvolle Camping-Ferien“, so Leonard über die Unternehmensphilosophie. „Ganz wichtig ist uns die gegenseitige Wertschätzung aller Beteiligten. Die Betriebe stellen den Campern einen kostenlosen Stellplatz in schöner Umgebung zur Verfügung und dafür bedanken sich diese mit einem Einkauf im Hofladen, der Buchung eines Angebots oder auch mit einer kleinen Spende.“

Die App mache die Registrierung für Betriebe und die Suche nach Stellplätzen für Camping- Reisende noch einfacher und mobiler. 

PA/ Red.

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