Seeschiffahrt will Klimaziele verschärfen

CO2-neutral bis 2050 lautet das Ziel der maritimen Wirtschaft
© Chantiers de l'Atlantique

Einer der größten Umweltsünder – der weltweite Schiffsverkehr

Das bisher von der Weltschifffahrtsorganisation IMO angepeilte Ziel, den Ausstoß des klimaschädlichen Gases Kohlendioxid bis 2050 zu halbieren, ist einem neuen Plan gewichen. Die Branche gibt sich nun bestrebt, bis 2050 gar kein zusätzliches CO2 mehr in die Atmosphäre zu pulvern. Alfred Hartmann, Präsident des Verbandes Deutscher Reeder (VDR) dazu: „Unsere Branche will bereits im Jahr 2050 klimaneutral sein.“ Und weiters: „Klimaschutz erlaubt keinen Aufschub mehr, das belegt auch der jüngste Bericht des internationalen Klimarates IPCC. Wir hoffen, alle Teilnehmer der maritimen Transportkette, aber insbesondere auch die Staaten werden uns bei dieser großen Aufgabe umfassend unterstützen.“

Große Pläne

Als große Hoffnungsträger gelten Energieversorger, Schiffbauer und Motorenhersteller, welche in mehr „grüne“ Antriebstechnologien und Treibstoffe investieren sollen. „Grundsätzlich gilt: Nicht der Motor ist das Problem, sondern der Brennstoff“, betont VDR-Präsident Hartmann. Eine „Revolution bei den Treibstoffen“ wäre daher unbedingt nötig. Alternative Antriebskonzepte sowie Treibstoffe gelten zwar als Fokusthema. doch noch ist nichts marktreif und in großem Stil für den breiten Praxiseinsatz verfügbar. Bislang kann in der Schifffahrt lediglich zwischen einem Dieselantrieb oder dem ebenfalls fossilen Flüssiggas (LNG) gewählt werden. Die Schifffahrt, die weltweit um die 90 Prozent aller Waren transportiert, ist nach IMO-Angaben für mehr als 2 Prozent aller CO2-Emissionen verantwortlich. Ob 2050 ein sinnvolles Ziel ist, bleibt daher – allem Enthusiasmus zum Trotz – fragwürdig. APA/RED./CH
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