Ski amade rechnet mit weniger Ansturm

Der Skiverbund investierte dieses Jahr 73 Millionen Euro in die Infrastruktur.
© Ski amade

Ski amade-Sessellift im Skigebiet Reiteralm

Der Skiverbund „Ski amade“ mit Skiregionen in Salzburg und der Steiermark rechnet in der kommenden Saison wegen Corona mit weniger Ansturm, was aber auch einen QualitĂ€tssprung bringen sollte. Diese Erwartungen Ă€ußerten der PrĂ€sident des Skiverbundes Wolfgang Egger und als Vorstand Angela Haslinger in einer Pressekonferenz am Donnerstag in Linz. Sie berichteten ĂŒber ein Sicherheitskonzept fĂŒr die Aufstiegshilfen und SkihĂŒtten.

„Die Skifahrer wollen kommen, die Frage ist aber, ob sie kommen können“, sagte Egger in Hinblick auf Reisewarnungen. Was an auslĂ€ndischen GĂ€sten wegbreche könnte der Inlandsmarkt – Anteil etwa 20 bis 25 Prozent – nicht wettmachen. Insgesamt gebe es ein ausgeklĂŒgeltes System der BetriebsablĂ€ufe fĂŒr die GĂ€ste aber auch fĂŒr das Personal, um nicht deren Selbstausschaltung zu bewirken, etwa Tests und Gesundheitschecks. Sollte gar der Betriebsleiter ausfallen sei der weitere Betrieb rechtlich nicht mehr zulĂ€ssig, machten die Ski amade-Chefs aufmerksam. Auch bei Pistenrettung und -prĂ€parierung mĂŒsse die Betriebsbereitschaft aufrechterhalten werden.

Als grĂ¶ĂŸte Herausforderung sehen die Bahnbetreiber die Anstellbereiche vor den Aufstiegshilfen. Dazu seien Leitsysteme fĂŒr ein geordnetes Hingehen, Abstandsmarkierungen, Hinweise durch die Mitarbeiter und wiederholte Lautsprecherdurchsagen geplant. Gegen völlig Unbelehrbare werde es einen ministeriellen Erlass geben, der auch einen Ausschluss von der Beförderung ermögliche. Die Skifahrer sollen außerdem verstĂ€rkt auf den möglichen Online-Skipasskauf hingewiesen werden. Apres Ski werde in der bisher ĂŒblichen Form nicht mehr stattfinden. In den SkihĂŒtten sind Platzanweisungen und Reservierungsmöglichkeiten vorgesehen.

Liftkartenpreise

Die Liftkartenpreise sind heuer um durchschnittlich 3 Prozent angehoben worden. Sie sind je nach Region unterschiedlich hoch, die teuerste Tageskarte kostet 58,50 Euro. Der Vorverkauf von Saisonkarten sei heuer etwas verhaltener, viele wĂŒrden so wie bei den Quartierbuchungen noch zuwarten. Aber man rechne damit, dass deren Zahl nicht geringer werde. Sollte es zu einem Lockdown kommen, bleibe niemand darauf sitzen. Die RĂŒckerstattung werde nutzungsabhĂ€ngig erfolgen, ab 15 Tagen gebe es keine mehr.

Investiert wurden heuer insgesamt 73 Mio. Euro – davon 36 in drei neue Bahnen, der Rest unter anderem in Beschneiungsanlagen, Pistenerweiterungen und -gerĂ€te. Eine Bahn stellt die Verbindung von Snow Space Salzburg und Flachauwinkel/Kleinarl her und soll den Busverkehr dazwischen verringern. Weitere sind auf der Reiteralm und der Planai errichtet worden. Zwei große Vorhaben wurden zurĂŒckgestellt – nicht zuletzt wegen der Ungewissheit, ob sie wegen Corona geliefert und gebaut werden können.

Der Verbund „Ski amade“ umfasst fĂŒnf Regionen in Salzburg und in der Steiermark mit 270 Lift- und Seilbahnanlagen und rund 760 Pistenkilometern, davon sind mehr als 90 Prozent beschneibar.

APA/red

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