Steirisches Klimaticket kostet 588 Euro

Die Landesregierung stellt die Preise für das kommende Klimaticket in der Steiermark vor.
©pixabay

Für die Steiermark – als zweitgrößtes Bundesland Österreichs – ist eine gut ausgebautes Schienennetz besonders wichtig.

Am Donnerstag stellten die Spitzen der Landesregierung Steiermark, Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer (ÖVP) und LHStv. Anton Lang (SPÖ), die Preise für das kommende „Klimaticket“ vor. Der Normalpreis für die Jahreskarte soll 588 Euro kosten, für unter 26-Jährige sowie Behinderte und Senioren soll es aber einen ermäßigten Preis geben. Außerdem ist eine Abwandlung des Klimatickets geplant, die sich zwischen mehreren Personen, beispielsweise innerhalb einer Familie, beliebig übertragen lässt. Für alle Ticket-Varianten ist zudem eine Ratenzahlung in bis zu 10 Raten möglich.

Das Klimaticket Steiermark ermöglicht seinen Besitzern die Nutzung aller steirischen Verkehrsverbundzonen für Züge, Tram und Busse sowie der Grazer Schloßbergbahn. Zudem sind Tarifserweiterungsgebiete nach Salzburg, ins Burgenland und nach Ungarn inkludiert. Der Vorverkauf startet Anfang Dezember, der erste Gültigkeitstag ist dann der 1. Jänner. Erhältlich sind die Tickets bei allen Verkaufsstellen des Verkehrsbundes, der Graz-Linien, dem Center der Mürztaler Verkehrsgesellschaft (MVG) in Kapfenberg und dem Bürgerservice-Büro Leoben.

Verkauf von mindestens 27.000 Tickets angepeilt

Verkehrsreferent und stellvertretender Landeshauptmann Anton Lang ist optimistisch, dass mindestens 27.000 steirische Klimatickets verkauft werden könnten. Für den Fall, dass diese Zahl überschritten wird, „freut es uns und wir nehmen noch mehr Geld in die Hand als die dafür vom Bund zur Verfügung gestellten Mittel“, kündigt er an. Außerdem bestätigt er, dass alle weiteren Tarife, wie die GrazCard oder das Topticket für Studenten, weiterhin im Angebot bleiben.

Außerdem hofft Lang, dass Firmen, in denen Geschäftsreisen nötig sind, ihren Mitarbeitern übertragbare Klimatickets zur Verfügung stellen. Würden mehr Unternehmen anstatt geschäftlicher Autofahrten Zugreisen unterstützen, könne man mit dem übertragbaren Ticket sowohl einiges an Geld sparen als auch das Klima schonen.

Mehr Verbindungen geplant

Lang ist der Ansicht, dass der Fokus in den nächsten Jahren verstärkt auf den Ausbau von Bus- und Bahnverbindungen liegen müsse. Umfragen zufolge wäre der Bevölkerung nämlich eine schnelle und sichere Beförderung wichtiger als die Kosten der Tickets. Trotzdem dürfte das Klimaticket vor allem für Pendler interessant sein, da diese so vor allem bei längeren Strecken über mehrere Verkehrszonen mehrere hundert oder gar tausend Euro einsparen können.

APA/Red./LBi

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