Störung legt britischen Flugverkehr lahm

Nach einer Panne im Flugdaten-System musste der britische Flugverkehr mit erheblichen Einschränkungen kämpfen.

09.09.2026 13:16
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Die vollständige Wiederherstellung des regulären Betriebs wird noch Zeit in Anspruch nehmen.

Eine technische Störung bei der britischen Flugsicherung NATS beeinträchtigte am gestrigen Dienstag den Flugverkehr an mehreren großen Flughäfen. Betroffen waren unter anderem London-Heathrow, Gatwick, Stansted und Manchester sowie der Flughafen Dublin. Auch Airlines der Lufthansa-Gruppe mussten einzelne Flüge umleiten oder streichen. Betroffene Passagiere sollen automatisch auf andere Verbindungen umgebucht werden. British Airways meldete ebenfalls Einschränkungen. NATS erklärte inzwischen, das Problem sei behoben. Eine Lösung sei implementiert worden und das Flugsystem beginne sich zu normalisieren. Die vollständige Wiederherstellung des regulären Betriebs werde allerdings noch Zeit in Anspruch nehmen.

Kritik von Ryanair und Wizz Air

Nach Angaben von NATS lag die Ursache in einem System zur Verarbeitung von Flugdaten. Die erneute Störung sorgte für scharfe Kritik bei den Billigfluggesellschaften Wizz Air und Ryanair. Wizz Air erklärte, ein Betreiber kritischer Infrastruktur dürfe den Flugverkehr nicht wiederholt auf diese Weise beeinträchtigen. Ryanair-Betriebschef Neal McMahon forderte den Rücktritt von NATS-Chef Martin Rolfe. Nach dem großen Ausfall im Jahr 2023 sei den Airlines zugesichert worden, dass die technischen Systeme repariert und widerstandsfähiger gemacht worden seien, kritisierte McMahon. NATS nahm zunächst nicht zu den Vorwürfen Stellung. Die britische Zivilluftfahrtbehörde CAA kündigte an, von NATS einen ausführlichen Bericht anzufordern. Auf dieser Grundlage soll geprüft werden, welche weiteren Maßnahmen notwendig sind, um die Zuverlässigkeit des Systems zu verbessern.

Wiederholte Probleme

Bereits in den vergangenen Jahren war es mehrfach zu erheblichen Störungen im britischen Flugverkehr gekommen. Im August 2023 führte eine Fehlfunktion bei der automatischen Verarbeitung von Flugplänen zu umfangreichen Behinderungen im britischen Luftraum. Den Fluggesellschaften entstanden damals Kosten von mehr als 100 Millionen Pfund für Entschädigungen und Rückerstattungen. Die CAA forderte NATS im Jahr 2024 daraufhin auf, seine Notfallpläne zu überarbeiten. Im Juli 2025 sorgte zudem ein Ausfall der Radarüberwachung dafür, dass der Flugbetrieb an mehreren Flughäfen für mehr als vier Stunden unterbrochen werden musste.

(APA/red)

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