TUI-Chef schließt weitere Staatshilfen nicht aus

Joussen rechnet allerdings mit einer raschen Erholung nach der Impfstoff-Einführung.
© TUI Group

TUI-Chef Fritz Joussen wird weitere Gelder aufstellen müssen

Der von der Coronakrise gebeutelte Tourismuskonzern TUI schließt weitere Staatshilfen nicht aus und könnte Hotelanlagen und Grundstücke versilbern. „Im Moment können und dürfen wir keine Option ausschließen, auch nicht, dass wir zusätzliche Kredite benötigen“, sagte TUI-Chef Fritz Joussen gegenüber dem „Spiegel“. Insider hatten der Nachrichtenagentur Reuters vor wenigen Tagen gesagt, der bereits mit 3 Mrd. Euro Hilfen gestützte weltgrößte Tourismuskonzern sei in Gesprächen mit der öffentlichen Hand über weiteres Geld. „Genauso wenig können wir ausschließen, dass wir zu einem geeigneten Zeitpunkt neues Eigenkapital aufnehmen oder Teile des Unternehmens veräußern“, sagte Joussen.

Für Investoren interessantes Vermögen

Es gebe Vermögenswerte, an denen Investoren durchaus interessiert seien, etwa Hotelanlagen und Grundstücke. „Wir könnten einen Teil davon in Immobilienfonds einbringen, so stille Reserven heben und als TUI trotzdem die Kontrolle über Produkt, Marke und Vertrieb behalten. Im Moment herrscht ja enormer Anlagedruck.“ Eines sei für ihn allerdings klar: „Notverkäufe, die wir kurze Zeit später bereuen, machen wir nicht.“
Die Coronakrise mit ihren Einschränkungen und Reisewarnungen trifft TUI extrem hart. Joussen rechnet nach der Einführung eines Impfstoffes mit einer raschen Erholung des Geschäfts, die Nachfrage nach Reisen sei da. „2021 wird noch ein Übergangsjahr, wobei die Sommerbuchungen bis jetzt sehr stark sind“, sagte er. „Für 2022 gehen wir von einer Nachfrage auf Vorkrisenniveau aus.“

APA/Reuters/red

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