Unsicher in die Zukunft

Tourismus- Comeback mit vielen Fragezeichen
© Pixabay

Die Tourismusbranche konnte aufgrund der ersten Öffnungsschritte wieder aufatmen. Dennoch bleibe die Unsicherheit in Bezug auf die Zukunft bestehen. Die letzten Tage haben gezeigt, dass die Corona- Infektionszahlen weiter sinken. Dennoch scheint der Jubel verfrüht: Mittlerweile haben viele Länder eine Impfrate, dennoch schaffe die Impfung alleine nicht die benötigte Sicherheit. Das zeige sich am Beispiel von Großbritannien, wo aufgrund der auftretenden Virusmutationen über das Land ein Einreiseverbot in EU- Staaten verhängt wurde. Diese Situation sei symptomatisch für die aktuelle Lage.

Man verlange somit der Tourismusbranche abermals hohe Flexibilität ab. Martin Schaffer, Geschäftsführer und Partner von mrp hotels, sagt dazu: „Anders formuliert zählt die flexible, schnelle und situationsbedingte Anpassung an neue Gegebenheiten in der Zukunft sicher zu einem wesentlichen Erfolgsfaktoren für Betriebe.“ Verstärkt werden diese Effekte durch die zusätzlichen Uneinheitlichkeit bei Regelungen und Umsetzungen innerhalb der Europäischen Union. „Solange es die Europäische Union nicht schafft für einheitliche Rahmenbedingungen und Grundlagen zu sorgen, wird die Verunsicherung bei den Reisenden weiterhin groß sein. Das hat wiederum Auswirkungen auf längerfristige Reiseplanungen und damit auf Auslastungsprognosen beziehungsweise die wirtschaftliche Planbarkeit der Tourismusunternehmen. Erst durch eine Harmonisierung wird auch insbesondere die Ferienhotellerie über den Sommer hinweg einen Aufschwung erleben können“, so Schaffer.

Diese allgemeine Verunsicherung habe in weiterer Folge Auswirkungen auf den interkontinentalen Tourismus. Die Verluste können nur von Märkten mit einem relativ hohen Inlandsanteil halbwegs kompensiert werden. All jene Märkte, die von internationalen Gästen abhängig sind, werden weiterhin ein hohes Defizit aufweisen. Dies träfe im großen Maße vor allem die Stadthotellerie. Aber auch die Wiederbelebung von Geschäftsreisen, Messen und Großevents sei eine große Herausforderung.

PA/ Red.

Gefällt Ihnen der Beitrag?
Share on facebook
Facebook
Share on twitter
Twitter
Share on linkedin
LinkedIn
Share on telegram
Telegram
Share on whatsapp
WhatsApp
Share on email
Email