Venedigs Zentrum wehrt sich gegen Kreuzfahrtschiffe

In Zukunft sollen die Dampfer stattdessen im Industriehafen anlegen.
© Pixabay

Das im Nordosten Italiens liegende Venedig versucht mit der Entscheidung das kulturelle und historische Erbe zu schĂŒtzen.

Kreuzfahrtschiffe in Venedig dĂŒrfen kĂŒnftig nicht mehr in der NĂ€he des Markusplatzes anlegen. Nach Regierungsangaben mĂŒssen sie kĂŒnftig im Industriehafen der norditalienischen Stadt vor Anker gehen. Mit dieser Entscheidung solle „ein kulturelles und historisches Erbe geschĂŒtzt werden, das nicht nur Italien, sondern der ganzen Welt gehört”, hieß es in einer gemeinsamen ErklĂ€rung der Ministerien fĂŒr Kultur, Tourismus, Umwelt und Infrastruktur.

Der Industriehafen sei eine „vorĂŒbergehende” Lösung, erklĂ€rten die Ministerien. Sie riefen zu VorschlĂ€gen fĂŒr eine „endgĂŒltige Lösung des Problems mit dem Schiffsverkehr in Venedig” auf. Es solle ein neues Schiffsterminal außerhalb der Lagune der historischen Stadt geschaffen werden.

Vor der Corona-Pandemie waren mit den Kreuzfahrtschiffen jedes Jahr Millionen Besucher in die Lagunenstadt geströmt. Von den riesigen Schiffen verursachte Wellen schaden den Fundamenten der zum Weltkulturerbe gehörenden Lagunenstadt Venedig und bedrohen das sensible ökologische Gleichgewicht in der Lagune. Die extrem nahe vor der KĂŒste fahrenden Schiffe stellen zudem eine Gefahr fĂŒr andere Schiffe dar. Auch andere Kreuzfahrtziele leiden unter den Folgen des Massen-Kreuzfahrttourismus.

APA/red

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