Verdi fordert zehn Mrd. Euro für Nahverkehr

Von einem „gewaltigen Sanierungsstau“ ist die Rede
© Pixabay

Die deutsche Gewerkschaft Verdi hält Milliardeninvestitionen in den öffentlichen Nahverkehr für nötig. Bundesvorständin Christine Behle zufolge gebe es einen gewaltigen Sanierungsstau und vieles sei marode. Um diesen Instandhaltungsstau abzubauen, sei eine Summe von zehn Mrd. Euro notwendig. Der deutsche Bund müsse seine Mittel für den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) deutlich erhöhen. Auch die Länder forderten vom Bund bereits deutlich mehr Geld für den Ausbau des ÖPNV.

Behle sprach sich außerdem für eine andere Verkehrspolitik in Deutschland aus. „Wir brauchen eine integrierte Verkehrspolitik. Bisher gibt es ein totales Stückwerk. Alles wird nebeneinander geplant.“ Vor allem auf dem Land brauche es aber eine viel bessere und vernetzte Verkehrsanbindung. Vor allem Pendler hätten es schwer, auf Busse und Bahnen umzusteigen. Gerade das Umsteigen auf öffentliche Verkehrsmittel würde in der Klimaschutz-Politik eine zentrale Rolle spielen. Behle warnte aber vor einer sozialen Spaltung. „Klimaschutz müssen sich alle leisten können.“ Der soziale Ausgleich bei den Bemühungen für mehr Klimaschutz komme derzeit viel zu kurz. Eine Möglichkeit wäre es, den Mindestlohn zu erhöhen. Statt der Pendlerpauschale solle es ein „Mobilitätsgeld“ geben.

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