Versinkende Schätze

Erderwärmung, steigende Ozeane und Massentourismus bedrohen immer mehr Juwele der touristischen Weltkarte. Faktum zeigt das Atlantis-Szenario des 21. Jahrhunderts – ohne Anspruch auf Vollständigkeit.
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Besuchen Sie Europa, solange es noch steht“ – was die Band Geier Sturzflug 1983 im Kontext des Kalten Krieges sang, bekommt heute eine ganz andere Bedeutung. Und sie betrifft nicht nur Europa. Weltweit werden sich einige der schönsten und wertvollsten Sehenswürdigkeiten und ganze Ökosysteme verändern oder sogar verschwinden. Wer sie noch in einem halbwegs intakten Zustand sehen möchte, sollte sich beeilen!

Das Great Barrier Reef, das größte Korallenriff der Welt, droht zu verschwinden. Die Erwärmung der Ozeane in einem rasanten Tempo könnte dafür sorgen, dass bis zum Jahr 2050 alle Korallenriffe der Erde tote Zonen sind. Vor allem die sogenannte Korallenbleiche spielt dabei neben anderen Faktoren eine Hauptrolle. Bereits in den kommenden Jahren dürften auch die Riffe der Seychellen, der Karibik und in Südostasien verloren sein.

Nichts ist für die Ewigkeit, auch nicht die größten Monumente der Antike. Im Laufe der Zeit erodieren nicht nur die Großen Pyramiden von Gizeh, sondern auch die Kasbah Telouet in Marokko. Nur ständige Pflege der Baudenkmäler kann das noch verhindern. Durch Ausbleiben der Touristen durch Terror und Pandemie fehlt aber jetzt das Geld in den Kassen der Antiquitätenbehörden. Der Verfall droht weiter fortzuschreiten. Nicht viel besser ergeht es der Felsenstadt Petra in Jordanien. Sie wird zusätzlich durch Salzwasserschäden und Steinschläge bedroht, die von kletternden Touristen ausgelöst werden.

Manche der Top-Sehenswürdigkeiten der Welt werden quasi zum Opfer ihrer Beliebtheit. So macht nicht nur das Graben nach Uran, sondern auch die Besuchermassen den Grand Canyon in Arizona zu einem der elf am meisten bedrohten Sehenswürdigkeiten der USA. In Peru versucht das Kulturministerium seit einem Jahr, die legendäre Stadt Machu Picchu durch eine Beschränkung auf 2.244 Besucher pro Tag zu schützen. Auch der Tempelstadt Angkor Wat gräbt der Massentourismus im wahrsten Sinne des Wortes das Wasser ab: Durch die Entnahme von Grundwasser durch Hotels, Restaurants und die zunehmende lokale Bevölkerung drohen die massiven Steintürme im Boden zu versinken. Besucher, die auf den Monumenten aus dem zwölften Jahrhundert herumklettern, geben Angkor Wat den Rest.

 

Von Alexander Haide

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