Wer nicht kommt, bezahlt trotzdem!

No-Show Gebühren auch in Deutschland

In bekannten Großstädten ist es bereits seit Jahren üblich, Stornogebühren für Gäste, die einen reservierten Tisch nicht nutzen, weil sie sich doch umentschieden haben.

Besonders in der Adventszeit, zu Festtagen, wie Weihnachten und Ostern, oder zu Messezeiten sind in guten Restaurants, angesagten Eventlocations oder Traditionslokalen Tische Tische Monate vorweg reserviert. Oft bleiben die Gäste dennoch aus, aufgrund doppelte Reservierungen. Diese verärgert immer mehr Gastronomen, da Laufkundschaft oft abgewiesen wird und sie auf Sach- und Personalkosten oft liegen bleiben. Digitale Buchungssysteme haben dieses Problem aufs Innovative verschärft, denn ein persönlicher Reservierungsanruf zeugt in der Regel von mehr Verbindlichkeit.

Vermehrt wird folglich jetzt über die „No-Show“ Gebühren nachgedacht, was besonders nach den schweren Einbußen, die die Corona-Pandemie für die Gastronomie mit sich gebracht hat, definitiv ersichtlich erscheint.
Trotz aller Berechtigung müssen Restaurantbesitzer:innen das Thema abgesehen davon mit einer gewissen Sensibilität und in erster Linie Klarheit angehen. So ist ein Hinweis binnen der persönlichen Reservierung am Telefon oder ebenso im Online-Buchungsprozess außer-ordentlich fundamental, um geschätzte Gäste nicht zu vergraulen. Automatisierten SMS/ WhatsApps, die exemplarisch 48 Stunden vor dem Termin als winzige, freundliche Erinnerung zudem verschickt werden, haben sich oftmals bewährt. Die technologische Umsetzung ist verhältnismäßig direkt.

Zu hoffen bleibt, dass ebendiese „erzieherische Maßnahme“ Früchte trägt, einige Leute ihr Terminverhalten mehr reflektieren und das Problem irgendwann weitestgehend gänzlich verschwindet. Ein festes System über die Gebührenhöhe und die Frist, in der eine kosten-freie Tischstornierung noch wahrscheinlich ist, existieren noch nicht. Je nach Preisklasse des Restaurants bewegen sich die Gebühren nebst 20 und 50 € pro Gast, in Sterne-Restaurants gleichfalls höher.

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