Wien Tourismus warnt: Hotelreserven aufgebraucht

Direktor Kettner: Betriebe brauchen Hilfe zum Überwintern.
© Pixabay

Der Direktor des Wien Tourismus, Norbert Kettner, warnt angesichts des nunmehrigen Lockdowns vor einer neuerlichen Verschärfung der Situation für die Beherbergungsbetriebe – die nun wieder geschlossen sind. Auch wenn der Städtetourismus die vergangenen Jahre stark gewachsen sei und man 2019 die Umsatzmilliarde geknackt habe, seien die Reserven nun aufgebraucht.

„Es braucht Liquiditäts- und Eigenkapitalstärkung, die Hotels brauchen Hilfe zum Überwintern, sonst werden einige von ihnen nicht mehr da sein, wenn wir ab 2021 wieder mit einem Anziehen der Nachfrage rechnen. Auch Wiens Kunst- und Kulturbetriebe sowie Kongress- und Eventveranstalter dürfen als systemrelevante Bereiche nicht vergessen werden. Es geht um Ganzjahresarbeitsplätze und systemkritische Infrastruktur, von der später die Erholung der gesamten Branche abhängen wird“, betonte Kettner.

Die neuen Coronavirus-Maßnahmen würden den Wien Tourismus vom Aktivieren des Reisepublikums zurück in eine „Phase des Inspirierens“ werfen: „Wir setzen trotz Lockdown sehr gezielt Aktivitäten beim Publikum und auf B2B-Ebene etwa bei Reiseveranstaltern, Medien und im Kongressbereich.“ Man halte mit den wichtigen Märkten Kontakt: „Denn in der jetzigen Phase werden die Marktanteile und Claims der Zukunft aufgeteilt.“

Um die Reisewarnungen bald abschütteln zu können wäre mehr europäische Koordination hilfreich, betonter der Tourismusdirektor: „Europa muss wieder ein Binnenmarkt werden, wir brauchen ein europäisches Reiseregime.“

APA/Red

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