Wirbel um Flugreisen nach Belarus

USA unterbindet Flüge, Verbot der EU führt zu widersprüchlichen Auffassungen.
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Ausgelöst wurden die Überflugs-Einschränkungen durch die umstrittene Festnahme des belarussischen Bloggers und Demokratie-Aktivisten Roman Protassewitsch und seiner Freundin.

Das US-Verkehrsministerium hat am Dienstag den Verkauf von Flugtickets für Flüge zwischen den USA und Belarus (Weißrussland) gestoppt. Die Anordnung, die ab sofort gelte, bezieht sich auch auf Reisen, bei denen Tickets über eine Airline gekauft, die Flüge aber von mehreren Fluggesellschaften durchgeführt werden. Laut dem Verkehrsministerium erlaube die Anordnung der US-Regierung trotzdem von Fall zu Fall Ausnahmen zu machen.

Verwirrung in der EU

Während die EU-Flugsicherheitsagentur EASA überzeugt ist, bereits mit einer Direktive vom 2. Juni in der EU registrierten Flugzeugen das Überfliegen des belarussischen Luftraums untersagt zu haben, waren sich die einzelstaatlichen Behörden dessen nicht sicher. Im Verkehrsministerium in Wien gehe man davon aus, dass derartige Flüge de facto erst mit weiteren Sanktionen vom 21. Juni verboten wurden.

„Die von der EU-Flugsicherheitsagentur EASA ausgegebenen Richtlinien sind bindend“, hatte die „Presse“ am Dienstag die EASA zitiert. Die europäische Behörde ließ keinen Zweifel daran, dass ihre am 2. Juni im Zusammenhang mit der Zwangslandung eines Ryanair-Flug in Minsk veröffentlichte Sicherheitsdirektive keine „Schlupflöcher für Flugunternehmen“ biete und in der EU registrierten Luftfahrzeugen somit das Überfliegen des belarussischen Luftraums untersagt worden sei.

 

APA/Red.

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