AUA verlor 319 Mio. Euro

AUA-Chef spricht von"Stillstand am Konto".
© Austrian Airlines

Die AUA hatte den Flugbetrieb im Frühjahr 2020 für rund drei Monate komplett eingestellt.

Der deutsche Lufthansa-Konzern hat 2020 einen Verlust von 6,7 Mrd. Euro geschrieben. Das bereinigte operative Ergebnis war mit 5,5 Mrd. Euro ebenfalls tiefrot. Die österreichischen Tochter AUA verlor auf operativer Ebene bereinigt 319 Mio. Euro, ohne den Staatszuschuss von 150 Mio. Euro stünden hier aber 469 Mio. Euro, wie die Fluggesellschaft am Donnerstag (04.03.21) mitteilte. Sowohl die Lufthansa als auch die AUA mussten wegen der Coronakrise staatlich gestützt werden.

Die AUA hatte den Flugbetrieb im Frühjahr 2020 für rund drei Monate komplett eingestellt. Das habe auch „zu einem Stillstand am Konto“ geführte, erklärte AUA-Chef Alexis von Hoensbroech. Die Pandemie habe die Airline „in die herausforderndste Zeit in der Geschichte der Luftfahrt katapultiert.“

Der Umsatz der AUA schmolz auf ein Viertel der mehr als zwei Milliarden Euro 2019. Die Passagierzahlen brachen von 14,6 Millionen Fluggästen 2019 um 79 Prozent auf 3,1 Millionen ein. Die Gesamterlöse sanken um 69 Prozent auf 672 Mio. Euro. Darin enthalten sind ebenfalls die 150 Mio. Euro Katastrophenbeihilfe, die die AUA von der österreichischen Bundesregierung erhalten hat. Diesen Zuschuss, der nicht zurückgezahlt werden muss, hat die AUA im Dezember verbucht. Insgesamt wurde die AUA vergangenes Jahr mit 600 Mio. Euro gerettet. 150 Mio. Euro kamen von der Lufthansa und 300 Mio. Euro aus staatlich garantierten Bankkrediten.

Der Sparkurs könnte verschärft werden, aktuell werde geprüft, ob von den rund 60 Flugzeugen, die nach der Krise noch in Betrieb sein sollen, weitere auf längere Zeit stillgelegt werden sollten, hieß es. Vor Ausbruch der Coronapandemie hatte die AUA über 80 Flieger. Auch die Lufthansa erwägt mehr Jets in Pension zu schicken als bisher geplant.

 

APA/Red.

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