Hochgeschwindigkeit im Bahnverkehr

Österreich kommt bei einer Studie der Reiseplattform Omio auf den neunten Platz.
© Wikipedia/Alancrh

Chinesischer Hochgeschwindigkeitszug CRH 380A

Die deutsche Reiseplattform Omio präsentierte kürzlich eine Studie über Hochgeschwindigkeitszüge und -strecken in der ganzen Welt: China hat mit 31.043 km die meisten und längsten Hochgeschwindigkeitsstrecken. Die Züge (CR400BF) haben dort eine Betriebsgeschwindigkeit von 350 km/h, erreichen aber eine Höchstgeschwindigkeit von 420 km/h. Somit belegt das asiatische Land den ersten Rang einer Liste von Hochgeschwindigkeitsstrecken und -züge. Gefolgt wird es von dem bekannten japanischen Hochgeschwindigkeitszug „Shinkansen“. Er ist mit einer Betriebsgeschwindigkeit von 320 km/h unterwegs, kann aber auch 400 km/h schnell fahren. Es gibt in Japan 3.041 km Hochgeschwindigkeitsstrecken.

Erst nach dem AVE in Spanien kommt an vierter Stelle der TGV, genauer gesagt der TGV POS, in Frankreich mit den weltweit schnellsten Zügen. Dieser ist zwar mit einer Betriebsgeschwindigkeit von 320 km/h unterwegs – das französische Eisenbahnnetz erlaubt nicht mehr, erreicht aber eine Höchstgeschwindigkeit von 575 km/h. Im Vergleich dazu ist der US-amerikanische Acela-Express der langsamste Zug. Er bringt es nur auf maximal 265 km/h.

Allerdings hat Spanien das ausgebauteste Hochgeschwindigkeitsnetz in Europa (2.852 km), und verlegt weitere 904 km an Bahntrassen für die AVE-Züge. Sie verbinden die Hauptstadt Madrid mit Malaga, Valencia und Barcelona. Die Türkei und Österreich investieren am stärksten in den Ausbau ihrer Hochgeschwindigkeitsnetze (Türkei 1.153 km, Österreich 281 km). Sie liegen bei dem Ranking von Omio an achter (Türkei) bzw. neunter Stelle (Österreich). In unserem Heimatland dürfen ICE-Züge mit 250 km/h unterwegs sein, erreichen aber 275 km/h.

Seit Oktober 2018 hat auch Saudi-Arabien zwischen den islamischen Pilgerorten Medina und Mekka eine 453 km lange Hochgeschwindigkeitsstrecke. Die Züge sind in der Wüste mit durchschnittlich 300 km/h unterwegs. Zum Schluss sei erwähnt, dass am afrikanischen Kontinent bereits seit November 2018 ein Hochgeschwindigkeitszug fährt: Er verbindet die Städte Tanger und Casablanca in Marokko (etwa 200 km lang).

PA/red

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