Lufthansa will Vorkassa für Flugtickets beibehalten

AUA-Mutterkonzern beruft sich auf gängige Praxis bei Bahn, öffentlichem Nahverkehr oder Veranstaltungen.
© Pixabay

Ohne Vorauszahlungen seien günstige Frühbucher-Tarife laut Lufthansa nicht darstellbar

Der AUA-Mutterkonzern Lufthansa will die Vorkassa für Flugtickets beibehalten. Diese sei wie bei der Bahn, dem öffentlichen Nahverkehr oder Veranstaltungen weltweit gängige Praxis und nutze Fluggesellschaften und Kunden gleichermaßen, schreibt der deutsche Konzern am Montag in seinem aktuellen „Politikbrief spezial“. Zuvor hatten Verbraucherschützer nach stockenden Ticket-Erstattungen in der Coronakrise gefordert, dass Flugreisen erst bei Antritt bezahlt werden sollten.

Fluggesellschaften erhoffen sich  mehr Planungssicherheit

Dies ist bisher nur für bestimmte Großkunden möglich, während bei normalen Tickets der Reisepreis bereits bei der Buchung fällig ist. Die Fluggesellschaften erhielten mit der Vorkassa Planungssicherheit und könnten zudem differenzierte Preise anbieten, argumentiert die Lufthansa. Ohne Vorauszahlungen seien günstige Frühbucher-Tarife nicht darstellbar. Zudem würden Flüge besser ausgelastet, was auch ökologisch vorteilhaft sei. Die Verbraucherzentrale Bundesverband geht hingegen bei einem Wegfall der Vorkassa nur von geringen Preissteigerungen aus.

Weitere Zugeständnisse gefordert

In dem Politikbrief verlangt der teilverstaatlichte Luftverkehrskonzern zudem faire globale Wettbewerbsbedingungen und Kostenentlastungen, um die Krise bewältigen zu können. Bei den Fluggastrechten müsse die bereits 2013 von der EU-Kommission angestoßene Reform umgesetzt werden. Der Vorschlag sieht unter anderem eine höhere zeitliche Schwelle vor, ab der die Unternehmen Entschädigungen zahlen müssen.

APA/dpa/red

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