Neue Bestimmungen für Einreise nach England
Der Zutritt ist künftig nur mehr mit Electronic Travel Authorisation (ETA) möglich.

Ab dem 2. April 2025 benötigen alle EU-Bürger:innen, die in das Vereinigte Königreich reisen möchten, eine sogenannte Electronic Travel Authorisation (ETA). Der Antrag muss vor der Abreise gestellt und bewilligt sein – sonst wird die Einreise verweigert.
Die Beantragung
Die ETA ist ein verpflichtender digitaler Antrag für alle, die visumfrei nach Großbritannien einreisen möchten. Die Gebühr beträgt zehn britische Pfund (etwa zwölf Euro). Auch Kinder benötigen eine eigene ETA. Die Beantragung erfolgt online – am besten über die App der britischen Einwanderungsbehörde. In vielen Fällen wird die ETA in wenigen Minuten genehmigt, die Entscheidung kann jedoch bis zu drei Tage dauern. Eine Beantragung vor der Flugbuchung wird daher empfohlen.
Kontrolle
Fluglinien sind verpflichtet, die ETA-Daten beim Einsteigen zu überprüfen. Ohne gültige Genehmigung wird der Zutritt zum Flugzeug verweigert. Zu beachten ist außerdem, dass nicht alle Umsteigeverbindungen über britische Flughäfen ETA-befreit sind. Reisende sollten im Vorfeld prüfen, ob eine Grenzkontrolle notwendig ist. Eine genehmigte ETA ist zwei Jahre gültig und erlaubt mehrere Aufenthalte von jeweils bis zu drei Monaten. Für Arbeitsaufenthalte oder Studien über drei Monate sind gesonderte Visa erforderlich.
International gängige Praxis
Mit dem neuen System reiht sich das Vereinigte Königreich in eine wachsende Zahl von Ländern ein, die ähnliche Genehmigungsverfahren nutzen. So gibt es etwa in den USA das bekannte ESTA, in Kanada die eTA, in Australien das eVisitor-System und in Neuseeland die NZeTA. Auch die Europäische Union plant ab Ende 2026 ein vergleichbares System (ETIAS) für Bürger:innen aus Drittstaaten. Bereits ab Oktober 2025 soll zudem das europäische Einreise-/Ausreisesystem (ESS) starten.
Warnung vor Betrugsseiten
Das Europäische Verbraucherzentrum Österreich (EVZ) warnt vor dubiosen Drittanbietern: „Viele unseriöse Anbieter verlangen überhöhte Gebühren, versprechen schnellere Bearbeitungszeiten und liefern oft schlechte oder fehlerhafte Services“, so Pavel Skrabanek vom Europäischen Verbraucherzentrum. Im Fall des US-amerikanischen ESTA kann der Preis über Agenturen leicht auf das Fünffache steigen.
Reisende sollten ihre Anträge daher ausschließlich über offizielle Regierungsseiten stellen. Aktuelle Informationen zu Einreisebestimmungen liefert unter anderem das österreichische Außenministerium.
(PA/red)