Licht & Schatten

Reisebüros werden zurzeit – fast – nicht gebraucht. Das Minus beträgt 95 Prozent.
WKO

Gregor Kadanka, Obmann des Fachverbands für Reisebüros in der WK

Die Reiselust der Österreicher ist so stark wie nie. Bei 90 Prozent sei die Vorfreude aufs Reisen enorm. Beinahe 70 Prozent wollen heuer „häufiger verreisen“. So das Ergebnis einer aktuellen Umfrage von Marketagent. Geht alles nicht aufgrund der nicht enden wollenden Corona-Maßnahmen. Während die Gastronomie und der Handel während der Lockdowns um Öffnungen kämpften, hätten sich die Reisebüros wohl eine behördliche Schließung gewünscht. Denn weil sie offen halten dürfen, erhalten die Unternehmer auch keinen Umsatzersatz. Im Jänner und im Februar habe es zum Teil Umsatzeinbrüche von bis zu 95 Prozent gegeben, so Gregor Kadanka, Obmann des Fachverbands für Reisebüros in der Wirtschaftskammer. Die fünf Prozent Reisen, die noch gebucht werden, würden vor allem auf Fernreisen entfallen.

Die Förderungen für Reisebüros seien laut Kadanka „Licht und Schatten“: Kurzarbeit helfe den Betrieben, klar. Aber auch hier würden 20 Prozent der Kosten beim Betrieb bleiben. Hinzu kämen Mieten, Systemkosten et cetera. Spezifisch für Reisebüros gebe es den Fixkostenzuschuss 1 und den Fixkostenzuschuss 2 (Stichwort: frustrierte Aufwendungen). Relativ neu sei der Ausfallsbonus, der Monat für Monat geltend gemacht werden könne.

Hoffen auf den grünen Pass

Reiseveranstalter hoffen nun auf den „Grünen Pass“. Dieser solle Privilegien für Geimpfte, Genesene und Getestete bieten. Wesentlich sind vornehmlich die Quarantänebestimmungen, die zahlreiche potenzielle Urlauber vom Verreisen abhalten. Die Branche wünscht sich demnach auf europäischer Ebene einheitlich definierte Einreise- und Ausreiseregelungen.

 

PA/red

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