Streik legt Flughafen Brüssel lahm
Belgische Gewerkschaften protestieren gegen Sparpläne der seit Februar amtierenden Regierung.

Am Brüsseler Flughafen wird am kommenden Montag, dem 31. März, kein Flugzeug abheben: Aufgrund eines groß angelegten Streiks gegen geplante Einschnitte der belgischen Regierung streicht der Airport sämtliche Abflüge für diesen Tag. Auch bei den Ankünften kommt es zu Ausfällen.
Der Flughafenbetreiber erwartet laut Mitteilung „erhebliche Störungen des Flughafenbetriebes“ und ruft Passagiere ausdrücklich dazu auf, am Montag nicht zum Airport zu kommen. Grund sind Streiks großer Teile des Personals an Sicherheitskontrollen und Gepäckabfertigung. Die betroffenen Fluggäste sollen von den jeweiligen Airlines direkt informiert werden.
Proteste gegen Kürzungen
Zum Streik aufgerufen haben mehrere belgische Gewerkschaften. Sie wenden sich gegen die Sparpläne der seit Februar amtierenden Regierung unter Premierminister Bart De Wever. Der Politiker plant unter anderem Pensionskürzungen für Beschäftigte im öffentlichen Sektor – darunter Eisenbahner, Lehrkräfte und Polizeibeamte.
Zudem kritisieren die Gewerkschaften geplante Einsparungen bei der Sozialhilfe sowie eine generelle Schwächung öffentlicher Dienstleistungen. Die Regierung will mit den Maßnahmen rund 20 Milliarden Euro einsparen – bei gleichzeitig steigenden Verteidigungsausgaben, um die NATO-Vorgabe von zwei Prozent des BIP zu erfüllen.
Auswirkungen auf den Flugverkehr
Der Flughafen Brüssel zählt zu den wichtigsten internationalen Drehkreuzen Belgiens. Der flächendeckende Streik wird nicht nur den innerbelgischen Verkehr beeinträchtigen, sondern auch internationale Geschäfts- und Urlaubsreisen stören. Reisende sollten sich frühzeitig bei ihrer Fluggesellschaft über alternative Verbindungen oder Umbuchungsmöglichkeiten informieren.
(APA/red)