Vier Pfoten kritisiert fehlende Kennzeichnung

Herkunft bei 18 von 42 untersuchten Produkten nicht angegeben
©pexels

Die Tierschutzorganisation Vier Pfoten hat die fehlende Kennzeichnung der verwendeten Eier bei Faschingskrapfen in den Superm√§rkten Wiens und Umgebung kritisiert. Bei einem Marktcheck von 42 verschiedenen Krapfen fanden sich bei 18 St√ľck keine Informationen √ľber Herkunft und Haltungsbedingungen der H√ľhner. “Das bedeutet, dass f√ľr die Herstellung auch importierte K√§figeier verwendet werden k√∂nnten”, hie√ü es in einer Aussendung der NGO.

“Wir sehen wieder einmal, wie wichtig eine Kennzeichnung von Herkunft und Haltung auch bei verarbeiteten Eiern w√§re, wie es schon bei den Schaleneiern Pflicht ist. Denn die √∂sterreichischen Konsumentinnen und Konsumenten wollen keine Eier aus grausamer K√§fighaltung, nicht umsonst ist diese in √Ėsterreich verboten”, sagte Vier Pfoten-Kampagnenleiterin Veronika Weissenb√∂ck. Dennoch k√∂nne es sein, dass sie unwissentlich K√§figeier aus dem Ausland konsumieren, wenn sie Krapfen in Superm√§rkten kaufen. “Denn bei nicht deklarierten Zutaten m√ľssen wir nat√ľrlich davon ausgehen, dass sie aus einer schlechten Haltungsform stammen, im besten Fall noch Bodenhaltung, die aus Tierschutzsicht auch ungen√ľgend ist”, so Weissenb√∂ck.

Um den √Ėsterreicherinnen und √Ėsterreichern wirklich Transparenz zu bieten, geht f√ľr Vier Pfoten kein Weg an einer Kennzeichnung auch der verarbeiteten Zutaten nach Herkunft und Haltung vorbei. “Es kann nicht sein, dass sich die Konsumenten auf die m√ľhevolle Suche nach den Inhaltsstoffen eines Faschingskrapfens machen m√ľssen. Es sollte heutzutage selbstverst√§ndlich sein, dass wir alle wissen, was wir zu uns nehmen. Niemand will heutzutage Tierqual am Teller, daher muss es die M√∂glichkeit geben, sich auch aktiv dagegen zu entscheiden”, sagte Weissenb√∂ck.

APA/Red.

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