Easyjet: US-Investor prüft Übernahmeoption
Castlelake befindet sich nach eigenen Angaben in einem frühen Stadium der Überlegungen zu einem möglichen Einstieg bei Easyjet.
Beim britischen Billigflieger Easyjet könnte sich eine Übernahme durch eine US-amerikanische Investmentgesellschaft anbahnen. Die Beteiligungsgesellschaft Castlelake bestätigte am vergangenen Freitag, dass sich das Unternehmen in einer frühen Phase von Überlegungen zu einem möglichen Kaufangebot befinde. Zuvor hatte bereits die britische Plattform Betaville darüber berichtet. Castlelake betonte zugleich, dass es keine Gewissheit für ein tatsächliches Angebot gebe. Zudem habe es bislang keine Gespräche mit dem Verwaltungsrat von Easyjet gegeben.
Spekulationen um andere Interessenten
Bereits im Oktober des vergangenen Jahres war über mögliche Übernahmeinteressen spekuliert worden. Damals galt unter anderem die Schweizer Großreederei MSC als möglicher Bieter. Auch weitere Marktteilnehmer sollen laut damaligen Medienberichten ein Auge auf Easyjet geworfen haben.
Börsenbewertung und Kursentwicklung
An der Londoner Börse wird Easyjet auf Basis des Schlusskurses vom Freitag mit rund drei Milliarden britischen Pfund beziehungsweise etwa 3,5 Milliarden Euro bewertet. Über die vergangenen zwölf Monate hat die Aktie rund ein Drittel an Wert verloren. Nach Bekanntwerden des Berichts über das mögliche Interesse von Castlelake legte die Aktie am Freitag zunächst deutlich zu und stieg zeitweise um bis zu sieben Prozent. Aus dem Handel ging sie schließlich mit einem Plus von etwa einem Prozent.
Keine Gewinnprognose
Erst vor rund einer Woche hatte Easyjet mitgeteilt, weiterhin auf eine konkrete Gewinnprognose für das Geschäftsjahr 2025/26 zu verzichten. Als Gründe wurden unter anderem hohe Kerosinpreise sowie eine spätere Buchungsentwicklung genannt. Für das wichtige Sommerquartal von Juli bis September waren bislang nur rund 40 Prozent der Tickets verkauft. Das entspricht einem Rückgang von drei Prozentpunkten im Vergleich zum Vorjahr. Gleichzeitig bleibt die Nachfrage nach kurzfristigen Buchungen im Monat des Reisebeginns nach Unternehmensangaben robust.
(APA/red)
