Falkensteiner steigt bei Triforêt in Hinterstoder ein
Nach finanziellen Turbulenzen soll das Triforêt mit neuer Betreibergesellschaft und neuem Konzept durchstarten.
Das Hotel- und Chaletdorf Triforêt in Hinterstoder im Bezirk Kirchdorf soll nach einer Phase der Unsicherheit im Juli wieder den Betrieb aufnehmen. Als neuer Betreiber fungiert künftig die Falkensteiner Michaeler Tourism Group (FMTG). Die Wiedereröffnung des Resorts ist laut Unternehmensangaben für den 9. Juli 2026 vorgesehen. Nach der Insolvenz der bisherigen Betreibergesellschaft im Mai 2025 und der Schließung im März 2026 wurde eine neue Betriebsgesellschaft gegründet. Deren Geschäftsführer ist nun Ideengeber und Investor Michael Fröhlich. Unterstützung erhielt das Projekt bereits Ende 2025 durch Polytec-Gründer Friedrich Huemer, der die bestehenden Bankenfinanzierungen ablöste.
Projekt entstand während Corona-Pandemie
Die Idee zur Wiederbelebung des zuvor leer stehenden Berghotels in Hinterstoder entstand laut Fröhlich während der Corona-Pandemie. Die Eröffnung des Triforêt erfolgte im Dezember 2023. Weniger als zwei Jahre später geriet die damalige Betreibergesellschaft in finanzielle Schwierigkeiten und meldete Insolvenz an. Mit dem Einstieg der FMTG wurde nun ein langfristiger Managementvertrag abgeschlossen. Appartements und Chalets können bereits gebucht werden. Nach Angaben von Fröhlich liegen bereits erste Gruppenanfragen vor.
Diskussion über Fördergelder hält an
Das Projekt war in der Vergangenheit wiederholt Gegenstand politischer Diskussionen. Das Land Oberösterreich förderte den Bau mit zwei Millionen Euro. Kritik kommt weiterhin von den Grünen Oberösterreich. Sie stellen die Frage, ob es sich beim Triforêt um einen klassischen Hotelbetrieb oder um ein Investorenmodell handelt. Michael Fröhlich betonte, dass es zwar 26 Miteigentümer gebe, diese jedoch keine Nutzungsrechte hätten. Die Eigentümer hätten Kapital in das Projekt investiert, würden das Resort aber nicht selbst nutzen können. Die Grünen verweisen hingegen auf frühere Werbeaussagen, in denen mit „Selbstnutzungsoptionen für Ihren Urlaub mit Rendite“ geworben worden sei. Landesrat Stefan Kaineder fordert daher Klarheit darüber, welche Regelungen tatsächlich gelten.
Fördervertrag weiterhin aufrecht
Nach Angaben von Fröhlich besteht der Fördervertrag mit dem Land Oberösterreich unverändert weiter. Vertragspartner sei die Eigentümergesellschaft, die von der Insolvenz der früheren Betreibergesellschaft nicht betroffen gewesen sei. Der Vertrag laufe bis zum Jahr 2033. Kaineder kritisiert dennoch, dass das Projekt öffentliche Fördermittel erhalten habe, weil ein ganzjähriger Betrieb zugesagt worden sei. Angesichts der zwischenzeitlichen Schließung fordert er, dass das Land die Situation prüft und gegebenenfalls Konsequenzen zieht.
Neues Residence-Konzept
Für die Falkensteiner Michaeler Tourism Group markiert das Projekt den Einstieg in ein neues Boutique-Format ihrer Falkensteiner Residences. Nach Angaben von FMTG-CEO Otmar Michaeler richtet sich das Angebot an Gäste, die Wert auf Natur, Ruhe sowie einen hohen Qualitätsstandard legen. Das Resort in Hinterstoder soll dabei als Beispiel für das neue Konzept dienen. Vorgesehen ist ein Boutique-Resort im Fünf-Sterne-Standard mit starker Ausrichtung auf die jeweilige Destination und Landschaft.
Langfristige Perspektiven
Friedrich Huemer sieht in der Zusammenarbeit mit der FMTG die Grundlage für eine langfristige Entwicklung des Standorts. Der Betreiber solle das Projekt nachhaltig weiterführen. Auch Michael Fröhlich betont, dass das Ziel von Beginn an gewesen sei, ein touristisches Angebot zu schaffen, das sich von klassischen Ferienanlagen unterscheidet. Für Erich Falkensteiner, Aufsichtsratsvorsitzender der FMTG, stellt das Projekt zugleich den Auftakt für die weitere Entwicklung der Marke Falkensteiner Residences in europäischen Tourismusregionen dar.
(APA/red)
