ÖBB-Infrastruktur bestellt neue Vorstände

Mit Jahreswechsel übernimmt ein neues Führungsteam zentrale Aufgaben bei der ÖBB-Infrastruktur.

12.06.2026 8:42
red04
© Adobe

Bei der ÖBB-Infrastruktur kommt es zu personellen Veränderungen im Vorstand. Georg Ortner wird mit 1. Dezember 2026 die Agenden von Silvia Angelo übernehmen, deren Funktionsperiode mit Ende des Jahres endet. Ortner ist derzeit Kabinettschef von Finanzminister Markus Marterbauer (SPÖ) und wird künftig für die Bereiche Finanzen, Markt und Services verantwortlich sein.

Zum 1. Jänner 2027 folgt Christina Rebernik auf Judith Engel, deren Mandat ebenfalls ausläuft. Rebernik übernimmt die Zuständigkeit für Netzausbau und Infrastrukturbereitstellung. Die Wirtschaftsingenieurin ist seit mehr als zwei Jahrzehnten bei den ÖBB tätig und verfügt über umfassende Erfahrung im Infrastrukturbereich.

Silvia Angelo wird weiterhin als mögliche Nachfolgerin von ÖBB-Konzernchef Andreas Matthä gehandelt, dessen Vertrag bis Sommer 2027 läuft.

Kritik an der Bestellung Ortners kommt von der FPÖ. Generalsekretär Christian Hafenecker sprach von „Postenschacher“ und warf der Bundesregierung vor, parteinahe Personen in wichtige Positionen zu bringen. Ortner war bereits zwischen 2017 und 2025 in verschiedenen Funktionen bei der ÖBB-Infrastruktur tätig.

Die künftige Vorstandsspitze der ÖBB-Infrastruktur AG setzt sich damit aus Georg Ortner, Christina Rebernik und Johann Pluy zusammen. ÖBB-Chef Andreas Matthä zeigte sich überzeugt, dass das neue Führungsteam das Unternehmen erfolgreich durch die kommenden Herausforderungen führen wird. Dazu zählen auch die Auswirkungen der laufenden Budgetkonsolidierung, durch die sich mehrere Infrastrukturprojekte verzögern könnten.

APA/Red.

Beitrag teilen

Das könnte Sie auch interessieren

Weitere Themen