Tourismus in Italien legt im ersten Halbjahr zu
Besonders in den Regionen Kalabrien und Umbrien legten die Touristenzahlen überdurchschnittlich zu.
Im ersten Halbjahr 2026 ist die Zahl der Touristen in Italien deutlich gestiegen. Laut einer Auswertung des Innenministeriums erhöhte sich die Gesamtzahl der Ankünfte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum landesweit um 4,4 Prozent. Besonders stark entwickelten sich einzelne Regionen. Vor allem Kalabrien und Umbrien verzeichneten Zuwächse von jeweils rund zehn Prozent und lagen damit deutlich über dem Landesdurchschnitt.
Mehr internationale Gäste als im Vorjahr
Auch der internationale Tourismus entwickelte sich positiv. Die Zahl der Gäste aus dem Ausland stieg im Vergleich zum ersten Halbjahr 2025 um 6,5 Prozent. Damit setzte sich der Aufwärtstrend im internationalen Reiseverkehr fort, der für die Gesamtentwicklung des Tourismussektors in Italien eine zentrale Rolle spielt.
Unterschiedliche Entwicklung bei Unterkunftsarten
Bei den Übernachtungsformen zeigten sich ebenfalls Unterschiede. Ferienwohnungen verzeichneten ein Plus von 7,5 Prozent bei den Ankünften. Hotels wiesen dagegen ein moderateres Wachstum von 2,3 Prozent auf. Diese Entwicklung deutet auf eine weiterhin hohe Nachfrage nach alternativen Unterkunftsformen im touristischen Bereich hin.
Tourismusministerium sieht positive Entwicklung
Tourismusminister Gianmarco Mazzi wertete die Daten als Bestätigung der aktuellen Entwicklung. Italien bleibe trotz globaler Herausforderungen auf einem hohen Niveau im Tourismus. Der Sektor entwickle sich zunehmend zu einem wichtigen wirtschaftlichen Pfeiler des Landes. Das Ministerium kündigte an, weiterhin in den Bereich investieren zu wollen und optimistisch in die Zukunft zu blicken. Die Auswertung basiert auf den Daten der Plattform „Alloggiati Web“ des Innenministeriums. Das von der Staatspolizei betriebene System verpflichtet Beherbergungsbetriebe, die Personalien ihrer Gäste innerhalb von 24 Stunden nach Ankunft an die Behörden zu übermitteln.
(APA/red)