Neue Salzbergbahn in Hallstatt eröffnet
Mit der neuen Salzbergbahn und den modernisierten Salzwelten wurde das Angebot am Hallstätter Salzberg erweitert.

In Hallstatt ist die neue Salzbergbahn eröffnet worden. Sie ersetzt die bisherige Bahn und bringt Besucher auf den Salzberg. Auch die Salzwelten wurden während der Bauarbeiten modernisiert. Zur neuen Anlage gehören außerdem ein Bistro, eine Aussichtsterrasse, neue Aufenthaltsbereiche und ein 300 Quadratmeter großer Flagship Store.
120 Personen pro Fahrt
Die Standseilbahn besteht aus zwei Fahrzeugen mit jeweils 60 Plätzen. Die Kabinen wurden von Carvatech in Oberweis bei Gmunden gebaut, die Seilbahntechnik kommt von Garaventa aus der Schweiz. Das Projekt wurde von den Salzwelten gemeinsam mit der Doppelmayr Gruppe umgesetzt. Eine automatische Niveauregulierung hält die Kabinen während der Fahrt waagrecht. Dadurch soll der Ein- und Ausstieg auch für Menschen mit eingeschränkter Mobilität leichter möglich sein. Durch die großen Fenster reicht der Blick während der Fahrt über Hallstatt, den Hallstätter See und die umliegenden Berge.
Bauarbeiten dauerten 362 Tage
Die Arbeiten waren wegen der schwierigen topografischen und geologischen Bedingungen aufwendig. Hinzu kamen die beengten Platzverhältnisse an der Strecke und bei den Stationen. Die intensive Bauphase dauerte laut Projektverantwortlichen 362 Tage. Vorangegangen war eine mehrjährige Planungsphase. Bei der Gestaltung der Kabinen wurde das Thema Salz aufgegriffen. Die Form erinnert an Salzkristalle.
Neue Stationen am Salzberg
Die Talstation wurde neu gebaut und verfügt unter anderem über Kassen, einen Infostand und die Seilbahntechnik. Im Obergeschoss befinden sich Besucherbereiche und eine Terrasse. Der neue Flagship Store ist direkt an diesen Bereich angeschlossen. An der Bergstation befindet sich neben dem Bahnsteig das Bistro „Weitblick 7000“ mit Terrasse. Von dort führt der Weg weiter in das Hochtal. Auch die Salzwelten wurden modernisiert. Im Mittelpunkt steht weiterhin die mehr als 7.000 Jahre alte Geschichte des Salzabbaus in Hallstatt. Für die Architektur war Hasenauer.Architekten ZT GmbH verantwortlich. Projektleiterin Sigrid Aigner verwies auf die besondere Herausforderung, neue Infrastruktur in die historische Umgebung einzufügen. Für Kurt Thomanek, Vorstand für Bergbau und Tourismus der Salinen Austria AG, ist das Projekt nicht auf die neue Bahn beschränkt. Auch das Angebot rund um die Salzwelten sei erneuert worden.
(PA/red)