Sitzkette in Palma: Protest gegen Massentourismus

Rund 1.000 Menschen haben in Palma erneut gegen die Folgen des Massentourismus auf Mallorca protestiert.

31.08.2026 12:44
red04
© JAIME REINA / AFP
Erst Ende Juli hatte es auf Mallorca eine größere Demonstration gegen den Tourismus gegeben.

Auf Mallorca haben am Wochenende erneut Einheimische gegen den Massentourismus protestiert. Nach Polizeiangaben beteiligten sich rund 1.000 Menschen an einer Kundgebung in der Inselhauptstadt Palma. Sie stellten Stühle auf und bildeten damit eine Sitzkette von der Plaza de España bis zum Regierungssitz am Meer. Für eine durchgehende Kette reichte die Zahl der Teilnehmer allerdings nicht aus. Der Veranstalter teilte die Strecke deshalb in mehrere Abschnitte auf. Einige Demonstranten trugen selbst gemalte Transparente. Darauf standen unter anderem „Your paradise, our hell“ („Euer Paradies, unsere Hölle“), „Waiting line for a rent in Palma“ („Warteschlange für eine Mietwohnung in Palma“) und „Tourist go home“ („Tourist, geh nach Hause“).

Kritik an steigenden Wohnkosten

Organisiert wurde die Kundgebung von den Umweltverbänden GOB und Terraferida. Die Initiative „Menys Turisme, més vida“ („Weniger Tourismus, mehr Leben“) war diesmal nicht dabei. Sie hatte bei früheren Protesten Zehntausende Menschen auf die Straße gebracht. Die seit Jahren stattfindenden Demonstrationen richten sich gegen die Auswirkungen des Massentourismus. Ein Thema ist die Entwicklung auf dem Wohnungsmarkt. Die Preise für Wohnraum auf Mallorca sind in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Kritisiert wird auch die illegale Ferienvermietung. Nach Ansicht der Protestbewegung trägt sie dazu bei, dass Wohnungen dem regulären Mietmarkt entzogen werden.

25.000 Menschen protestierten Ende Juli

Erst Ende Juli hatte es auf Mallorca eine größere Demonstration gegen den Tourismus gegeben. Nach Angaben der Organisatoren nahmen rund 25.000 Menschen daran teil. Die aktuelle Kundgebung fiel damit deutlich kleiner aus. Die Forderungen der Protestbewegung blieben jedoch ähnlich: Kritisiert werden vor allem die Auswirkungen des Massentourismus auf den Wohnungsmarkt und das Leben der Bevölkerung auf der Insel.

(APA/red)

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