London macht Oxford Street zur Fußgängerzone
London sperrt einen ersten Abschnitt der Oxford Street für den Verkehr, weitere Teile der bekannten Einkaufsmeile sollen folgen.
Die Londoner Oxford Street ist seit dem gestrigen Montag auf einem ersten Teilstück eine reine Fußgängerzone. Auf einer knapp einen Kilometer langen Strecke zwischen Orchard Street und Great Portland Street sind keine Autos, Busse, Taxis und Fahrräder mehr erlaubt. Die Stadt erhofft sich von der Umgestaltung mehr Besucher, zusätzliche Arbeitsplätze und wirtschaftliche Impulse für die bekannte Einkaufsstraße.
Umbau soll bis Frühjahr 2027 weitergehen
Bislang galt auf der Oxford Street von Montag bis Samstag zwischen 7 und 19 Uhr ein Fahrverbot, von dem Busse und Taxis ausgenommen waren. Mit der neuen Regelung wird das erste Teilstück vollständig für den Verkehr gesperrt. An mehreren Stellen sollen Fahrzeuge die Fußgängerzone weiterhin kreuzen können. Eine spätere Verlängerung der Strecke ist geplant. Bis zum Frühjahr 2027 sollen in der neuen Fußgängerzone mehr als 50 Bäume gepflanzt sowie Stühle und Bänke aufgestellt werden. Die Kosten für den Umbau belaufen sich auf rund 150 Millionen Pfund, umgerechnet etwa 179 Millionen Euro.
Neue Impulse für die Shoppingmeile
Die Oxford Street zählt neben der Champs-Élysées in Paris und der Fifth Avenue in New York zu den bekanntesten Einkaufsstraßen der Welt. Täglich besuchen sie rund 500.000 Menschen, zu Spitzenzeiten wie der Weihnachtszeit noch deutlich mehr. In den vergangenen Jahren hat die Straße allerdings an Glanz verloren: Leer stehende Geschäftslokale sowie Billig- und Souvenirgeschäfte haben das Image der Einkaufsmeile verändert. Bürgermeister Sadiq Khan bezeichnete die Sperre als wichtigen Moment für die Hauptstadt. Die Oxford Street habe die britische Kultur seit Jahrhunderten geprägt und sich immer wieder neu erfunden. Mit dem Umbau soll nun eine neue Phase für die Einkaufsstraße beginnen.
(APA/red)