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Die wichtigsten US-Touristiknews der Woche

FaktuM liefert einen Überblick über die wichtigsten Entwicklungen in Gastronomie, Hotellerie und Tourismus in den USA.

red04 12:37 Uhr 4 Min. Lesezeit
New Yorker Burger mit Pommes am Strassencafe
© ChatGPT

Die US-amerikanische Gastronomie-, Hotel- und Tourismusbranche steht vor einem bewegten Jahresendgeschäft. Während große Hotelgruppen von einer robusten Nachfrage profitieren und ihre Expansionspläne vorantreiben, geraten einzelne Restaurantbetreiber unter finanziellen Druck. Auch die Entwicklung des internationalen Reiseverkehrs bleibt für die Branche ein wichtiges Thema. FaktuM hat sieben aktuelle Branchenmeldungen aus den USA für Sie ausgewählt.

USA verlieren weiter internationale Urlauber

Der Rückgang internationaler Besucher in den USA hält an. Im September lagen die Ankünfte aus Überseemärkten, ohne Kanada und Mexiko, um 5,7 Prozent unter dem Vorjahreswert. Das zeigen die jüngsten Zahlen des National Travel and Tourism Office. Der Rückgang belastet nicht nur Fluggesellschaften, sondern auch Hotels, Freizeitparks und touristische Destinationen. Bereits seit 2025 entwickelt sich der internationale Reiseverkehr in den Vereinigten Staaten schwächer. Die Branche steht damit vor der Herausforderung, verlorene Nachfrage aus dem Ausland wiederzugewinnen.

Marriott hebt Jahresprognose deutlich an

Der Hotelkonzern Marriott International blickt optimistischer auf das Gesamtjahr 2026. Das Unternehmen erhöhte seine Prognose für das Wachstum des Umsatzes pro verfügbarem Zimmer (RevPAR) auf 4,5 bis fünf Prozent. Zuvor hatte Marriott lediglich mit drei bis 3,5 Prozent gerechnet. Im dritten Quartal legten die Zimmererlöse in den USA und Kanada bereits um 7,4 Prozent zu. Als Wachstumstreiber nannte der Konzern unter anderem die anhaltend starke Nachfrage im Luxussegment und bei Geschäftsreisen. Auch das Budget- und Mittelklassesegment entwickelte sich zuletzt besser.

US-Hotels erleben außergewöhnlich starken Herbst

Die amerikanische Hotellerie verzeichnet eine bemerkenswerte Nachfrageentwicklung. In der Woche vom 18. bis 24. Oktober stieg der Umsatz pro verfügbarem Zimmer (RevPAR) landesweit um 12,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Nachfrage erhöhte sich um 5,2 Prozent, die durchschnittliche Zimmerrate um 7,4 Prozent. Insgesamt wurden rund 1,4 Millionen zusätzliche Übernachtungen verkauft. Besonders stark entwickelte sich Chicago mit einem RevPAR-Plus von 39,7 Prozent. Laut CoStar war es die nachfragestärkste Kalenderwoche 43 seit Beginn der Aufzeichnungen. Seit dem Labor Day haben US-Hotels insgesamt 7,5 Millionen zusätzliche Zimmernächte gegenüber dem Vorjahreszeitraum verkauft.

Fairmont kehrt mit neuem Luxushotel nach New Orleans zurück

Fairmont Hotels & Resorts hat am 2. November sein neues Haus in New Orleans eröffnet. Das Hotel markiert zugleich den 100. Standort der internationalen Marke. Das Gebäude im Central Business District umfasst 250 Zimmer und Suiten und befindet sich in einem ehemaligen Bankgebäude. Für das gastronomische Angebot arbeitet Fairmont mit Starkoch Emeril Lagasse und dessen Unternehmensgruppe zusammen. Geplant sind unter anderem das Delmonico Steakhouse und das Café by Emeril. Hinzu kommen mehr als 19.000 Quadratmeter Veranstaltungsfläche. Mit der Eröffnung kehrt die Marke nach rund zwei Jahrzehnten in die Stadt zurück.

Chipotle gewinnt wieder mehr Gäste

Die US-Restaurantkette Chipotle hat im dritten Quartal ein stärkeres Umsatzwachstum als erwartet erzielt. Die vergleichbaren Restaurantumsätze stiegen um 2,1 Prozent und übertrafen damit die Analystenerwartungen von 1,4 Prozent. Der Gesamtumsatz erhöhte sich um 9,6 Prozent auf 3,29 Milliarden US-Dollar. Marketingkampagnen, Kundenbindungsprogramme und zeitlich begrenzte Menüangebote trugen zur Entwicklung bei. Auch die Zahl der Transaktionen legte wieder zu. Gleichzeitig kämpft das Unternehmen mit höheren Kosten für Personal, Transport und Rindfleisch. Chipotle hält an seiner Prognose eines niedrigen einstelligen Wachstums der vergleichbaren Umsätze für das Gesamtjahr fest.

Burger King wächst, Popeyes verliert weiter Gäste

Innerhalb des Restaurantkonzerns Restaurant Brands International entwickeln sich die US-Marken sehr unterschiedlich. Burger King steigerte seine vergleichbaren Umsätze im dritten Quartal um 8,4 Prozent. Preisangebote, Marketingaktionen und neue Produkte sorgten für zusätzliche Nachfrage. Besonders erfolgreich waren Chicken Nuggets und Kindermenüs. Ganz anders fällt die Bilanz bei der Schwestermarke Popeyes aus. Dort gingen die vergleichbaren Umsätze in den USA um 2,2 Prozent zurück. Es ist bereits das achte negative Quartal innerhalb der vergangenen neun Quartale. Der Konzern will die Marke mit einer stärkeren Konzentration auf das Kerngeschäft wieder auf Kurs bringen.

Outback-Franchisenehmer rutscht in die Insolvenz

Ein großer Betreiber von Outback-Steakhouse-Restaurants hat in den USA Insolvenz nach Chapter 11 angemeldet. Die Out West Restaurant Group betreibt 61 Standorte in fünf westlichen Bundesstaaten und gehört zu den wichtigsten Franchisepartnern der Marke. Die Muttergesellschaft Bloomin’ Brands bereitet bereits eine Übernahme der betroffenen Restaurants vor. Dafür stellte der Konzern eine Zwischenfinanzierung von 5,5 Millionen US-Dollar bereit und legte ein erstes Kaufangebot über 26,3 Millionen Dollar vor. Die Restaurants sollen während des Insolvenzverfahrens geöffnet bleiben. Bloomin’ Brands bezeichnete den Fall als isoliertes Ereignis, das den eigenen Geschäftsbetrieb nicht beeinträchtigen werde.

(red)

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