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Italien verbietet Schlüsselkästen mit Code

Die neue Regel richtet sich gegen den Massentourismus. Sie soll bewirken, dass Betreiber von Ferienwohnungen ihre Gäste persönlich treffen müssen.

red05 16:46 Uhr 2 Min. Lesezeit
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Lockbox, also called keysafe, or key safe, in front of the entrance door of a short term vacation rental, made at delivering keys to guests without contacts. Adobe Stock

Bei ihren Bemühungen um mehr Kontrollen bei der Vermietung von Ferienwohnungen will die italienische Regierung die sogenannten Schlüsselkästen mit Code aktiv bekämpfen. Diese ermöglichen es Touristen, ohne persönlichen Kontakt mit dem Besitzer in eine Ferienwohnung zu gelangen. Die neue Regelung soll die historischen Zentren der Kunststädte vor den negativen Auswirkungen des Massenansturms von Besuchern schützen.

Selbstabholung aus Schlüsselkästen

Die Schlüsselkästen sind zum Emblem des Booms von Kurzzeitvermietungen im Herzen von Kunststädten wie Venedig, Florenz, Rom und Neapel geworden. Die Metallkästen, aus denen Touristen die Schlüssel für gemietete Apartments im Rahmen der Selbstanmeldung abholen, sind ein Zeichen für die steigende Zahl von Ferienwohnungen, die auf Plattformen wie Airbnb verfügbar sind.

Personalien an Polizei

In einem neuen Rundschreiben stellte das Innenministerium in Rom klar, dass der Betreiber ausschließlich Personen mit Ausweis beherbergen darf und die Personalien der Gäste innerhalb von 24 Stunden an die örtlich zuständige Polizeidienststelle zu melden sind. Der Betreiber müsse die Gäste persönlich treffen.

Verschärfte Kontrollen

Vor allem angesichts des starken Besucheransturms, der in Rom und anderen Städten wegen des katholischen Jubiläumsjahrs erwartet wird, sollen die Kontrollen bei Kurzzeitvermietung im gesamten Staatsgebiet verschärft werden. In dem am Montagabend veröffentlichten Rundschreiben heißt es, dass der automatisierte Zugang zu den Ferienwohnungen ohne „visuelle Identifizierung der Gäste“ das Risiko nicht ausschließe, „dass die Einrichtung nach der elektronischen Übermittlung der Ausweise von einer oder mehreren Personen bewohnt wird, deren persönliche Daten dem zuständigen Polizeipräsidium unbekannt bleiben, was eine potenzielle Gefahr für die Sicherheit der Gemeinschaft darstellt“.

Tourismusministerin begrüßt Initiative

Tourismusministerin Daniela Santanchè ist mit dem Rundschreiben einverstanden. „Ich schätze die Initiative des Innenministeriums. Das neue Rundschreiben über die Identifizierung von Gästen in Beherbergungsbetrieben ist in der Tat ein wichtiger Schritt, um Risiken vorzubeugen und sowohl den Besuchern als auch den Betreibern ein ruhiges und positives touristisches Erlebnis zu garantieren“, so die Ministerin. Auch die Plattform Airbnb selbst hatte in den vergangenen Tagen erklärt, dass sie Kulturstädte bei ihren Bemühungen unterstützen wolle, die Gastfreundschaft und die persönliche Begegnung zwischen Mieter und Gästen fördern.

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