Hietzinger Heuriger Wambacher erneut insolvent
Nach Annahme eines Sanierungsplans im Jahr 2024 musste der Wiener Heurigenbetrieb Wambacher erneut Insolvenz anmelden.
Der traditionsreiche Wiener Heurigenbetrieb Wambacher steht erneut vor dem wirtschaftlichen Aus. Über die Betreibergesellschaft, die Masek Genuss GmbH, wurde Ende Dezember 2025 am Handelsgericht Wien ein Konkursverfahren eröffnet. Damit ist ein weiterer Sanierungsversuch des Unternehmens gescheitert.
Zweite Insolvenz
Der Wambacher zählt zu den bekannten klassischen Heurigen Wiens und blickt auf eine rund 170-jährige Geschichte zurück. Das Lokal im 13. Bezirk Hietzing war über Jahrzehnte hinweg sowohl bei Bezirksbewohnern als auch bei Gästen aus anderen Teilen der Stadt beliebt und galt als fixer Bestandteil der Wiener Gastronomietradition. Bereits im Februar 2024 hatte die Betreibergesellschaft ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung beantragt. Ziel war es, den Betrieb auf Basis eines Sanierungsplans fortzuführen. Dieser wurde im Juni 2024 von den Gläubigern angenommen, und in der Folge konnten laut Creditreform zwei Teilquoten ausbezahlt werden. Dennoch verschlechterte sich die wirtschaftliche Situation des Unternehmens im Verlauf des Jahres 2025 erneut.
Eröffnung des Konkursverfahrens
Am 30. Dezember 2025 wurde ein weiterer Insolvenzantrag gestellt, woraufhin das Konkursverfahren eröffnet wurde. Gläubiger haben bis 24. Februar 2026 die Möglichkeit, ihre Forderungen anzumelden. Die erste Berichts- und Prüfungstagsatzung ist für den 10. März 2026 angesetzt. Als Gründe für das Scheitern der Sanierung werden unter anderem hohe laufende Fixkosten, steigende Personal- und Abgabenbelastungen sowie steuerliche Rahmenbedingungen angeführt. Zusätzlich wirkten sich rückläufige Gästezahlen negativ auf die Einnahmensituation aus. Trotz eingeleiteter betrieblicher Maßnahmen konnte die finanzielle Stabilisierung des Unternehmens nicht erreicht werden. Von der Insolvenz sind nach derzeitigem Stand 13 Mitarbeiter betroffen. Ob der Standort künftig weiter gastronomisch genutzt wird oder ob eine Übernahme durch neue Betreiber erfolgt, ist derzeit offen.
(red)
