Wiener Traditionshotel Bellevue vor Sanierung

Das Haus im Alsergrund steht vor einer wirtschaftlichen Neuaufstellung und will den Betrieb fortführen.

15.01.2026 11:58
Redaktion
© Adobe Stock

Das Hotel Bellevue im 9. Wiener Gemeindebezirk hat ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung beantragt. Betroffen sind laut Angaben aus dem Verfahren 45 Mitarbeiter sowie ebenso viele Gläubiger. Die genaue Höhe der Verbindlichkeiten ist derzeit noch nicht bekannt, ein Sanierungsplan liegt jedoch vor.

Historisches Haus

Das Hotel Bellevue wurde 1873 anlässlich der Wiener Weltausstellung errichtet und zählt zu den klassischen Ringstraßenhotels der Stadt. Entworfen wurde das Gebäude vom Architekten Wilhelm Stiassny, einem Schüler Friedrich von Schmidts. Die reich gegliederte Fassade ist bis heute erhalten und prägt das Erscheinungsbild des Hauses an der Alserbachstraße. Auch im Inneren verbindet das Hotel historisches Ambiente mit zeitgemäßer Ausstattung: 167 klimatisierte Zimmer und Suiten, Seminarräume, Fitnessbereich sowie ein klassisches Frühstücksangebot richten sich an Geschäfts- und Städtereisende gleichermaßen.

Sanierungsplan

Nach Angaben von Creditreform bietet das Unternehmen den Gläubigern eine Sanierungsplanquote von 30 Prozent, zahlbar innerhalb von zwei Jahren ab Annahme. „Das Unternehmen bietet den Gläubigern eine 30-prozentige Sanierungsplanquote zahlbar binnen zwei Jahren ab Annahme an“, erklärte Venka Stojnic von Creditreform gegenüber Heute.

Laut Eigenantrag sollen die Mittel zur Erfüllung des Sanierungsplans durch die Fortführung des Hotelbetriebs erwirtschaftet werden. Der laufende Betrieb bleibt damit aufrecht.

Verfahrensstand

Gläubiger können ihre Forderungen bis zum 24. Februar 2026 über Creditreform anmelden. Die Sanierungsplantagsatzung ist für den 24. März 2026 angesetzt. Zur Insolvenzverwalterin wurde laut dem Zeitungsbericht Rechtsanwältin Dr. Katharina Widhalm-Budak bestellt.

(red)

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