Spanien erlebt bisher stärksten Tourismusschub
Spanien verzeichnete 2025 mit 97 Millionen ausländischen Besuchern einen neuen Rekord; die Touristenausgaben stiegen auf 135 Milliarden Euro.
Spanien hat im vergangenen Jahr einen neuen Höchststand bei ausländischen Touristen erreicht. Nach Angaben von Tourismusminister Jordi Hereu kamen 2025 insgesamt 97 Millionen Besucher ins Land, 3,5 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Ausgaben der Gäste stiegen dabei sogar um 6,8 Prozent auf 135 Milliarden Euro. Damit liegt Spanien nach Frankreich weltweit an zweiter Stelle der meistbesuchten Länder. Die größten Besuchergruppen kamen aus Großbritannien, Deutschland und Frankreich.
Weiterer Anstieg erwartet
Für die ersten vier Monate des Jahres 2026 rechnet der Minister mit einem weiteren Anstieg der Besucherzahlen. Diese sollen gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 3,7 Prozent auf 26 Millionen zulegen. Gleichzeitig werden die Ausgaben der Touristen in diesem Zeitraum voraussichtlich um 2,6 Prozent steigen. Der Tourismus gilt als zentraler Treiber der spanischen Konjunktur. Nach Prognosen der Industriestaaten-Organisation OECD dürfte das Bruttoinlandsprodukt Spaniens im vergangenen Jahr um 2,9 Prozent gewachsen sein. Der Tourismussektor trägt in Spanien mehr als zehn Prozent zur Wirtschaftsleistung bei.
Wachstum als Handelspartner
Auch für Exporteure gewinnt Spanien an Bedeutung. Angesichts hoher US-Zölle und rückläufiger Geschäfte mit China hat das Land nach Einschätzung der bundeseigenen Wirtschaftsfördergesellschaft Germany Trade & Invest (GTAI) unter die Top-10-Kunden Deutschlands aufgeschlossen – erstmals seit 2009. Die Exporte nach Spanien sollen 2025 um 8,5 Prozent auf 58,8 Milliarden Euro wachsen. Kein anderes Land unter den zehn wichtigsten Abnehmern verzeichnet ein stärkeres Wachstum.
(APA/red)