Dach des Petersdoms wird zum Restaurant

Geplant ist ein Lokal auf dem großen Terrassenvorplatz oberhalb der Basilika vor den Statuen der Apostel.

29.01.2026 11:01
Redaktion
© Adobe / G.Nowack

Auf der Dachterrasse des Petersdoms in Rom soll künftig ein Restaurant eröffnet werden. Nach Informationen aus dem Vatikan sind die Arbeiten für das Projekt bereits weit fortgeschritten. Geplant ist ein Lokal auf dem großen Terrassenvorplatz oberhalb der Basilika, direkt vor den sechs Meter hohen Statuen der Apostel, mit Blick über ganz Rom, berichtete die Tageszeitung “Il Messaggero” am Donnerstag.

Das Restaurant soll in bisher ungenutzten Räumen entstehen, die früher für die Instandhaltung der Basilika zuständigen Arbeitern, genutzt wurden. Möbel für das Lokal wurden bereits geliefert, ein Eröffnungstermin steht allerdings noch nicht fest, berichtete das Blatt. Das Projekt wird bisher unter strenger Geheimhaltung vorangetrieben. Selbst die Kanoniker des Petersdoms, die für die liturgischen Feiern und die Seelsorge in der Basilika verantwortlich, sind sollen nicht offiziell informiert worden sein.

Ursprünglich war die Eröffnung des Lokals zu Beginn des Heiligen Jahres 2025 geplant, doch Verzögerungen und andere Prioritäten im Zuge des Jubiläums bremsten das Vorhaben, berichtete “Il Messaggero”. Nun wird ein Start anlässlich des 400. Jahrestags der Weihe der Basilika in Erwägung gezogen. Diese fand am 18. November 1626 unter Papst Urban VIII. statt, nach mehr als hundertjähriger Bauzeit.

Bereits seit Längerem gibt es einen kleinen Imbiss, der Getränke und Snacks für Besucher auf dem Weg zur Kuppel des Petersdoms anbietet. Das neue Restaurant würde das gastronomische Angebot deutlich erweitern und ist Teil einer schrittweisen Öffnung und stärkeren touristischen Nutzung der Basilika, die von Papst Franziskus genehmigt wurde.

Der Petersdom zählt zu den meistbesuchten Orten der Welt. Während des Jubiläums wurden nach Angaben des Erzpriesters der Basilika, Kardinal Mauro Gambetti, zeitweise bis zu 50.000 Besucher pro Tag gezählt, im Normalbetrieb sind es rund 10.000.

(APA/red)

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