Reisen am Limit: Riskante Orte für Touristen

Extreme Naturbedingungen, große Höhen und mangelnde Sicherheitsmaßnahmen machen manche Touristenattraktionen besonders gefährlich.

09.02.2026 12:04
red04
© Adobe Stock
Caminito del Rey, Spanien

Reisen steht für Freiheit, Entdeckung und unvergessliche Erlebnisse. Doch manche Orte dieser Welt verlangen ihren Besuchern weit mehr ab als nur Neugier oder Mut. Extreme Höhen, unberechenbare Naturgewalten, tödliche Temperaturen oder fehlende Sicherheitsmaßnahmen machen einige Touristenattraktionen zu realen Gefahrenzonen. Trotz Warnschildern, Absperrungen und bekannter Unfallzahlen zieht es jedes Jahr Millionen Menschen genau dorthin – auf der Suche nach Adrenalin, spektakulären Fotos oder dem ultimativen Abenteuer. Die folgende Liste zeigt 20 der gefährlichsten Touristenattraktionen der Welt.

Riskante Wanderwege

Angel’s Landing (USA)

Der berühmte Wanderweg im Zion-Nationalpark führt über schmale Felsgrate mit hunderten Metern Abgrund auf beiden Seiten. Ketten dienen als einzige Sicherung. Besonders gefährlich wird der Aufstieg bei Regen oder starkem Besucherandrang, wenn ein falscher Schritt fatale Folgen haben kann.

Half Dome (USA)

Der letzte Abschnittdes Granitfelsen im Yosemite-Nationalpark ist extrem steil und nur mit Stahlseilen gesichert. Erschöpfung, Höhenangst und plötzliche Wetterumschwünge haben hier bereits zahlreiche Todesfälle verursacht.

Mount Huashan (China)

Dieser Berg ist berüchtigt für seinen schmalen Plankenweg, der direkt an einer senkrechten Felswand befestigt ist. Teilweise sind Besucher lediglich mit einem einfachen Gurt gesichert. Ein Ausrutscher kann tödlich enden.

Caminito del Rey (Spanien)

Einst als „gefährlichster Wanderweg der Welt“ bekannt, verläuft dieser Steg in hunderten Metern Höhe durch eine Schlucht. Obwohl er inzwischen renoviert wurde, bleibt die Strecke psychisch und körperlich anspruchsvoll.

Triftbrücke (Schweiz)

Diese lange Hängebrücke in den Alpen schwankt bei Wind und bietet keinen Platz für Menschen mit Höhenangst. Wetterumschwünge können den Übergang schnell gefährlich machen.

Naturgewalten ohne Warnung

Cliffs of Moher (Irland)

Die steilen Atlantikklippen wirken idyllisch, doch starke Windböen und bröckelnder Untergrund machen sie extrem gefährlich. Immer wieder kommen Menschen den Klippen zu nah – oft mit tödlichem Ausgang.

Reynisfjara Black Sand Beach (Island)

Diese schwarze Vulkanlandschaft ist spektakulär, aber lebensgefährlich. Sogenannte „Sneaker Waves“ tauchen plötzlich auf und reißen Menschen ins eiskalte Meer, ohne Vorwarnung.

Devil’s Pool (Sambia/Simbabwe)

Direkt am Rand der Victoriafälle schwimmen Besucher in einem natürlichen Felsenbecken. Während der Trockenzeit relativ sicher, kann bei falscher Einschätzung der Wasserstand über Leben und Tod entscheiden.

Iguazú-Wasserfälle Bootstouren (Argentinien/Brasilien)

Touren führen Boote nah an die tosenden Wassermassen heran. Starke Strömungen, schlechte Sicht und mechanische Defekte haben hier bereits schwere Unfälle verursacht.

Extreme Temperaturen

Death Valley (USA)

Als einer der heißesten Orte der Erde erreicht das Death Valley regelmäßig Temperaturen über 50 °C. Dehydrierung, Hitzschlag und Fahrzeugpannen stellen eine reale Lebensgefahr dar, besonders für unvorbereitete Besucher.

Danakil-Wüste (Äthiopien)

Diese Region gilt als einer der unwirtlichsten Orte der Welt. Extreme Hitze, giftige Gase, aktive Vulkane und kaum medizinische Versorgung machen Reisen hier hochriskant.

Oymyakon (Russland)

Das kälteste dauerhaft bewohnte Gebiet der Erde erreicht Temperaturen von unter −50 °C. Schon kurze Aufenthalte im Freien können zu Erfrierungen führen.

Gefährliche Bauwerke

CN Tower EdgeWalk (Kanada)

Besucher laufen in über 350 Metern Höhe außen um den Turm – gesichert, aber vollkommen dem Wind ausgesetzt. Schwindel, Panikreaktionen und extreme Wetterbedingungen erhöhen das Risiko.

Skywalk am Grand Canyon (USA)

Der gläserne Steg ragt über die Schlucht hinaus. Obwohl technisch gesichert, können Höhenangst, Menschenandrang und psychische Belastung gefährlich werden.

Eisenbahnmarkt Maeklong (Thailand)

Mehrmals täglich fährt ein Zug direkt durch einen belebten Markt. Händler und Touristen weichen in letzter Sekunde aus – ein Fehler kann fatale Folgen haben.

Tierische Gefahren

Cage Diving mit Weißen Haien (Südafrika)

Obwohl Sicherheitsvorkehrungen existieren, bleibt der Kontakt mit einem der größten Raubtiere der Welt unberechenbar. Technische Defekte oder Fehlverhalten können tödlich enden.

Madidi-Nationalpark (Bolivien)

Einer der artenreichsten Orte der Erde – und zugleich einer der gefährlichsten. Giftige Tiere, tropische Krankheiten und fehlende Infrastruktur stellen enorme Risiken dar.

Instabile oder extreme Naturphänomene

Mount Everest (Nepal/Tibet)

Die höchste Erhebung der Erde fordert jedes Jahr Todesopfer. Lawinen, Sauerstoffmangel, extreme Kälte und Erschöpfung machen selbst erfahrene Bergsteiger verwundbar.

Vulkan Stromboli (Italien)

Der ständig aktive Vulkan zieht Touristen an, kann jedoch jederzeit Lava, Asche oder Gestein ausstoßen. Unberechenbare Eruptionen haben bereits Menschenleben gekostet.

Snake Island – Ilha da Queimada Grande (Brasilien)

Diese Insel ist Heimat tausender hochgiftiger Schlangen. Der Zugang ist streng verboten, da ein Schlangenbiss hier fast immer tödlich endet.

(red)

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