Krimmler Wasserfälle sollen Atemwege unterstützen

Therapien am Wasserfall können Betroffene unterstützen, ihre Atemwege zu entlasten und das Wohlbefinden zu fördern.

11.02.2026 11:28
red04
© Hohe Tauern Health
Krimmler Wasserfälle

Atemwegserkrankungen wie allergisches Asthma oder die chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD) können die Belastbarkeit und Lebensqualität der Betroffenen erheblich einschränken. Mit Hohe Tauern Health steht Patienten ein Gesundheitsangebot zur Verfügung, das auf naturbasierten Therapien am Fuße der Krimmler Wasserfälle, Europas größter Wasserfälle, aufbaut.

Wasserfall-Aerosole

Im Mittelpunkt der Therapie steht der fein zerstäubte Sprühnebel der Wasserfälle. Diese Aerosole bestehen aus winzigen, negativ geladenen Partikeln, die tief in die Atemwege gelangen können. Dort entfalten sie eine reinigende, entzündungshemmende und immunmodulierende Wirkung. Als Ergebnis berichten Patienten von weniger Atemnot, einer verbesserten Lungenfunktion und einem gesteigerten Wohlbefinden. Die gesundheitlichen Effekte der Wasserfalltherapie werden seit Jahren an der Paracelsus Medizinischen Universität Salzburg erforscht. Frühere Studien zeigten bereits deutliche Verbesserungen bei allergischem Asthma, darunter eine Beschwerdefreiheit von mindestens vier Monaten. Eine aktuelle klinische Untersuchung dokumentiert erstmals auch messbare Effekte bei Menschen mit COPD der Stadien GOLD I bis III. Untersucht wurden körperliche Leistungsfähigkeit, Lungenfunktion, Entzündungsparameter und subjektive Lebensqualität. Die Ergebnisse zeigen signifikante Verbesserungen bereits nach rund 14 Tagen Aufenthalt, die bei vielen Teilnehmenden über mehrere Monate anhalten. Auf Grundlage dieser Forschung bietet Hohe Tauern Health ab Sommer 2026 spezielle Therapieangebote für COPD-Patienten an.

Ganzheitliches Therapieprogramm

Der tägliche Aufenthalt am Wasserfall ist in ein umfassendes Therapieprogramm eingebettet, das individuell auf die Bedürfnisse der Patienten abgestimmt ist. Neben der Wasserfalltherapie umfasst es gezielte Bewegungseinheiten, darunter Atemmuskeltraining und Ausdauerübungen. Ergänzt wird das Angebot durch Workshops, Vorträge und gesundheitspsychologische Beratung. Ärzte, Therapeuten und Wissenschaftler begleiten die Therapie fachlich fundiert und persönlich. Ein zentraler Bestandteil sind zertifizierte allergikerfreundliche Unterkünfte. Strenge Kriterien für Innenraumluft, Ausstattung und Hygiene wurden in Zusammenarbeit mit der Universität entwickelt, sodass die Regeneration bereits im Schlaf unterstützt wird.

Offiziell anerkanntes Naturheilvorkommen

Die Krimmler Wasserfälle sind seit 2015 als natürliches Heilvorkommen anerkannt; die Wiederanerkennung erfolgte 2025. Therapien können bei entsprechender medizinischer Indikation von Krankenkassen gefördert werden. Dank der europäischen Patientenmobilität können auch Patienten aus anderen EU-Ländern nach Krimml reisen, wobei die Kosten teilweise oder vollständig erstattet werden können. Das Angebot richtet sich an Erwachsene und Kinder mit allergischem Asthma sowie an Menschen mit COPD der Stadien GOLD I bis III. Empfohlen werden Aufenthalte von 14 oder 21 Tagen, da sich die therapeutischen Effekte in diesem Zeitraum besonders nachhaltig entfalten. Die Therapiesaison dauert von Mitte Mai bis Ende September, wenn die Konzentration der Wasserfall-Aerosole am höchsten ist.

Ort der Gesundheit und Erholung

Krimml bietet nicht nur therapeutische Maßnahmen, sondern auch eine Umgebung, die medizinische Erholung unterstützt. Die alpine Landschaft des Nationalparks Hohe Tauern wirkt beruhigend, fördert Bewegung im Freien und schafft Raum für mentale Regeneration. Geführte Wanderungen, Almwanderungen und sanfte E-Bike-Touren ermöglichen Bewegung im eigenen Rhythmus. Ergänzende Angebote wie Waldbaden, Yogaeinheiten nahe der Wasserfälle oder Kräuterwanderungen verbinden Naturerlebnis mit Gesundheitsförderung. Durch die Kombination von Therapie und Erholung soll ein ganzheitlicher Ansatz entstehen, der sowohl körperliche als auch psychische Gesundheit anspricht.

(PA/red)

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