Italien will Flugstreiks bei Olympia verhindern
Nach Störungen im Bahnverkehr zu Beginn der Spiele setzt die Regierung nun alles daran, auch den Flugverkehr während Olympia störungsfrei zu halten.
Die italienische Regierung plant, Arbeitsniederlegungen im Luftverkehr während der Olympischen und Paralympischen Winterspiele in Mailand-Cortina zu unterbinden. Infrastrukturminister Matteo Salvini kündigte am Freitag an, dass die Regierung notfalls eine zwangsmäßige Einberufung des Flugpersonals anordnen werde, um die angekündigten Streiks zu verhindern.
Bedeutung der Winterspiele
Mehrere Gewerkschaften hatten ursprünglich Streiks für den 16. Februar und den 7. März angekündigt, um Druck in laufenden Tarifverhandlungen auszuüben. Die Aufforderungen der Regierung, die Streiks zu verschieben, um eine Überschneidung mit den Winterspielen zu vermeiden, wiesen die Gewerkschaften zurück. Minister Salvini äußerte Verständnis für die Anliegen der Beschäftigten, unterstrich jedoch, dass ein reibungsloser Ablauf der Winterspiele Priorität habe. Er bezeichnete die Veranstaltung als „ein außergewöhnliches Ereignis von globaler Bedeutung“ und rief gleichzeitig zu weiteren Verhandlungen auf, um den Konflikt beizulegen.
Frühere Störungen im Verkehrsnetz
Bereits am 7. Februar, dem ersten vollen Wettkampftag der Olympischen Spiele, kam es zu erheblichen Beeinträchtigungen im landesweiten Zugverkehr. Nach drei mutmaßlichen Sabotageakten an der Bahninfrastruktur bekannte sich eine anarchistische Gruppe zu den Taten. Die Olympischen Winterspiele in Mailand-Cortina begannen am 6. Februar und dauern bis zum 22. Februar. Die Paralympischen Winterspiele sind vom 6. bis 15. März angesetzt.
(APA/red)