Arco dell’Amore am Valentinstag zerbrochen
Der berühmte Liebesbogen an der Adriaküste Apuliens ist nach schweren Unwettern vollständig eingestürzt.
Heftige Unwetter haben an der Adriaküste Süditaliens ein bekanntes Naturdenkmal zerstört: Der sogenannte „Liebesbogen“, eine markante Felsformation im Meer bei Sant’Andrea/Melendugno in der Region Puglia, ist am Wochenende vollständig eingestürzt. Der Einsturz fiel zeitlich ausgerechnet mit dem Valentinstag am 14. Februar 2026 zusammen und wurde von zahlreichen Medien bestätigt.
Fotomotiv eingebrochen
Die Kalksteinformation, die über viele Jahre als landschaftliches Wahrzeichen und beliebtes Fotomotiv galt, brach infolge von starken Regenfällen, Sturmfluten und hohen Wellen ein. Übrig geblieben sind nach Berichten lokale Medien zufolge nur noch Trümmer im Wasser und am Ufer, wo früher der natürliche Bogen stand. Die italienische Nachrichtenagentur ANSA sowie regionale Zeitungen berichten, dass die anhaltenden Unwetter der vergangenen Tage den instabil gewordenen Kalkstein weiter geschwächt haben. Am Samstag war über Süditalien eine Wetterlage mit starken Winden und Niederschlägen hereingebrochen, die in Teilen des Landes zu Überschwemmungen und Sturmfluten führte.
Bedeutung des Wahrzeichens
Der Felsbogen, oft auch „Arco degli Innamorati“ oder „Arco dell’Amore“ genannt, erhob sich über dem türkisfarbenen Wasser und war über Jahrzehnte ein Symbol für romantische Urlaubsbilder, Postkarten und touristische Inszenierungen. Paare aus aller Welt besuchten ihn, teils verbunden mit der Legende, dass gemeinsames Durchschreiten des Bogens Glück in der Liebe bringe. Die Formation zählte zu den bekanntesten natürlichen Sehenswürdigkeiten der apulischen Küste und zog jährlich viele Besucher an.
Naturgewalt trifft Kulturerbe
Der Bürgermeister von Melendugno, Maurizio Cisternino, bezeichnete den Verlust des Bogens als „verheerenden Schlag“ und als einen Verlust für die Küste und die touristische Attraktivität der Region. Lokale Behörden sicherten den Bereich nach dem Einsturz aus Sicherheitsgründen ab und betonten, dass weitere Küstenteile wegen Erosion gefährdet sein könnten. Fachleute führen den Einsturz auf die Kombination aus extremer Witterung und langjähriger Küstenerosion zurück. Der weiche Kalkstein sei im Laufe der Zeit durch Wind und Meer geschwächt worden. Die jüngsten schweren Wetterbedingungen hätten diesen Schwächezustand verschärft, sodass sich die Struktur schließlich löste. Solche Ereignisse werden von einigen Experten im Kontext häufiger auftretender extremer Wetterlagen und steigender Meerestemperaturen diskutiert, die die mediterranen Küstenlandschaften zunehmend belasten.
(red)