Airlines drängen EU zu Maßnahmen
Europäische Fluggesellschaften warnen vor möglichen Engpässen bei Kerosin und fordern schnelle Unterstützung.
Angesichts der Folgen des Iran-Konflikts fordern europäische Fluglinien Notfallmaßnahmen von der Europäische Kommission. Der Branchenverband Airlines for Europe schlägt vor, die Kerosinversorgung auf EU-Ebene enger zu überwachen und fordert zudem finanzielle Entlastungen wie eine vorübergehende Aussetzung des Emissionshandels sowie geringere Abgaben.
Auch rechtliche Fragen stehen im Fokus, etwa bei Start- und Landerechten an Flughäfen. Airlines sollen demnach keine Nachteile haben, wenn sie Slots wegen Luftraumsperrungen nicht nutzen können. Unterstützt werden die Forderungen unter anderem von großen Fluggesellschaften wie Lufthansa, Air France und Ryanair.
Der Flughafenverband ACI Europe warnt zudem, dass es innerhalb weniger Wochen zu Engpässen kommen könnte, falls wichtige Transitrouten wie die Straße von Hormus nicht stabil genutzt werden können. Die EU-Kommission sieht aktuell noch keine akute Knappheit, rechnet aber mit möglichen Problemen und stimmt sich eng mit Mitgliedstaaten und Branche ab.
APA/Red.