Bis zu 30 Euro für einen Tag in Venedig
Mit einer deutlich höheren Zugangsgebühr will die Stadt Venedig den Andrang von Tagestouristen an besonders stark frequentierten Tagen stärker steuern.
Venedig erwägt eine deutliche Erhöhung der Zugangsgebühr für Tagestouristen. Nach der dreijährigen Testphase soll die Abgabe ab 2027 dauerhaft etabliert und möglicherweise auf weitere Tage ausgeweitet werden. Derzeit kostet der Zugang je nach Tag fünf bis zehn Euro. Nach Angaben des zuständigen Stadtrats Michele Zuin reiche dieser Betrag zunehmend nicht mehr aus, um Besucher an Tagen mit besonders großem Andrang von einem Tagesausflug abzuhalten. Als mögliche neue Höhe stehen rund 30 Euro im Raum. Die endgültige Entscheidung soll gemeinsam mit der italienischen Regierung und dem Parlament getroffen werden.
Mehr Tage im Gespräch
Auch der Zeitraum für die Gebühr könnte ausgeweitet werden. Bisher wird sie vor allem zwischen April und Juli eingehoben. Im Gespräch sind zusätzliche Zeiträume im März und September. Eine endgültige Entscheidung dazu gibt es noch nicht. Ziel der Stadt sei nicht, zusätzliche Einnahmen zu erzielen, sondern die Besucherströme besser zu verteilen. Gleichzeitig verursacht die Kontrolle der Zugangsregelung zusätzlichen Aufwand für Personal, Betreuung und Stadtpolizei.
Auch höhere Ortstaxe möglich
Parallel dazu denkt Venedig über eine Erhöhung der Ortstaxe für Übernachtungsgäste nach. Damit soll sich die Stadt stärker an anderen großen italienischen Städten orientieren. Für Hotels der höchsten Kategorie steht laut Zuin ein Höchstbetrag von acht bis neun Euro im Raum. Mit den Maßnahmen will Venedig den Massentourismus stärker steuern und die Lebensqualität der Einwohner schützen. Gleichzeitig sollen zusätzliche Veranstaltungen, etwa am Lido, dazu beitragen, den Tourismus stärker über das Jahr zu verteilen.
(APA/red)