Boeing setzt Auslieferung der 737 MAX fort

Mehr als hundert Flugzeuge sollen nach Elektronikkorrektur den Betrieb wieder aufnehmen.
© Boeing

Betroffen waren bei 16 Fluggesellschaften insgesamt mehr als hundert Maschinen

Der US-Flugzeugbauer Boeing hat nach Arbeiten an einem Elektronikproblem die Auslieferung des Modells 737 MAX wieder aufgenommen. Das teilte der Konzern kürzlich mit. Boeing hatte Anfang April ein Elektronikproblem im Cockpit von einigen 737 MAX gemeldet. Dabei ging es um den Erdungsweg „für eine Komponente des elektronischen Antriebssystems“.

Betroffen waren bei 16 Fluggesellschaften insgesamt mehr als hundert Maschinen. Sie wurden vorübergehend außer Betrieb genommen sowie zugleich die Auslieferung neuer 737-MAX-Maschinen suspendiert. In der vergangenen Woche erhielt Boeing dann von der US-Luftfahrtbehörde FAA grünes Licht für seinen Reparaturvorschlag für das Elektronikproblem.

Die US-Fluggesellschaften American Airlines und United Airlines nahmen inzwischen wieder den Betrieb jener Maschinen auf, die von dem Elektronikproblem betroffen gewesen waren, wie Unternehmenssprecher mitteilten.

Neuerlicher Rückschlag

Das technische Problem im Cockpit war ein neuer Rückschlag für den einstigen Boeing-Verkaufsschlager gewesen, nachdem Ende 2020 ein seit mehr als eineinhalb Jahren geltendes Flugverbot für die 737 MAX aufgehoben worden war. Die weltweite Sperre war im März 2019 nach zwei Abstürzen von Maschinen dieses Typs in Indonesien und Äthiopien mit insgesamt 346 Toten verhängt worden. Für die Katastrophen wurden Probleme bei einem Stabilisierungssystem des Flugzeugs verantwortlich gemacht.

APA/AFP/red

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