Brexit: Verliert der britische Pass an Wert?

Briten sorgen sich zunehmend über negative Auswirkungen auf ihre Reisedokumente.

Noch zehn Wochen bis zum Brexit-Termin am 31. Oktober: Unter den Briten machen sich zunehmend Sorgen über den Verlust des Wertes ihrer Pässe breit. Während Millionen von Menschen aus ihren visumfreien Sommerferien im Ausland zurückkehren und die mehr als fünf Millionen britischen Passinhaber, die dauerhaft außerhalb des Vereinigten Königreichs leben, angsterfüllt über ihre alternativen Staatsbürgerschaftsoptionen nachdenken, wächst die Erkenntnis, dass der britische Pass bald nicht mehr das sein könnte, was er früher in Bezug auf globale Mobilität und Siedlungsfreiheit war.

„Harter“ Brexit, „weicher“ Brexit, Brexit ohne Abkommen oder sogar ein zweites Referendum könnten zu unterschiedlichen und unvorhersehbaren Auswirkungen für britische Reisepassinhaber führen. Das beginnt bei der Einfachheit, Geschäfte zu tätigen, bis hin zu Reisen ins Ausland und der Fähigkeit, überall in der EU zu leben, zu arbeiten und zu studieren.

Reisepass rutscht erstmalig aus Top-5-Ranking

In den letzten 14 Jahren hat das Vereinigte Königreich kontinuierlich einen der ersten fünf Plätze im Henley Passport Index  belegt. Angesichts des bevorstehenden EU-Austritts und der anhaltenden Verwirrung über deren Bedingungen erscheint die einst starke Position des Vereinigten Königreichs nun zunehmend ungewiss. Der britische Reisepass ist demnach seit Juli dieses Jahres zum ersten Mal nicht mehr unter den ersten fünf Plätzen des globalen Rankings zu finden.

OTS/red

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