Condor-Chef fordert Entlastung für Luftverkehr

Hohe Kerosinpreise und Standortkosten setzen die Fluggesellschaften in Deutschland zunehmend unter Druck.

01.09.2026 9:12
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Gerber sieht die Politik gefordert, die Kosten für Fluggesellschaften am Standort Deutschland zu senken.

Flugreisen in Deutschland dürften im kommenden Jahr erneut teurer werden. Condor-Chef Peter Gerber rechnet wegen der angespannten Lage am Persischen Golf nicht mit sinkenden Kerosinpreisen. „Fliegen wird für alle teurer“, sagte Gerber bei einer Luftverkehrsveranstaltung in Frankfurt. Er sieht deshalb die Politik gefordert, die Kosten für Fluggesellschaften am Standort Deutschland zu senken. Die hohen Steuern, Gebühren und weiteren Abgaben belasteten den Luftverkehr.

Gerber will Luftverkehrsteuer abschaffen

Die zuletzt beschlossene Senkung der Luftverkehrsteuer sei nur ein erster Schritt, sagte Gerber. Er sprach sich für eine vollständige Abschaffung aus und verwies auf Schweden. Dort könne eine geringere Belastung des Luftverkehrs zu mehr Flügen und damit auch zu höheren Einnahmen des Staates führen. „Für die Bürger ist Fliegen kein Luxusgut, sondern Teil der Infrastruktur. Und wir schulden ihnen, dass das auch funktioniert“, sagte Gerber. Auch bei den Kosten der Flugsicherung fordert der Condor-Chef eine Beteiligung des Staates. Er unterstützt den Vorschlag der Deutschen Flugsicherung, ein Viertel der Kosten für die Fluglotsen aus öffentlichen Mitteln zu finanzieren.

Hessen gegen weitere Landerechte

Bei den Landerechten für Fluggesellschaften aus den Vereinigten Arabischen Emiraten fordert Staatskanzleichef Benedikt Kuhn für das Bundesland Hessen Zurückhaltung. Er sprach sich dabei gegen zusätzliche Landerechte an deutschen Flughäfen aus. Flüge über Doha oder Dubai schwächten die deutschen Drehkreuze, sagte der CDU-Politiker. Nach seiner Einschätzung dürften die deutschen Flughäfen gegenüber den großen Drehkreuzen am Golf nicht weiter an Bedeutung verlieren.

(APA/red)

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