DB: Lokführer-Streiks drohen

Deutscher Bahn-Tarifstreit festgefahren.
© Marius Becker/dpa

Im Tarifstreit der Deutschen Bahn ist derzeit keine Lösung in Sicht. Die Lokführergewerkschaft GDL hat ihre Bereitschaft zu Streiks bekräftigt. Einen konkreten Termin für den angekündigten Arbeitskampf nannte die GDL bisher noch nicht. In einem Schreiben vom 11. Juni erklärte sie das Scheitern der Tarifverhandlungen. Beide Seiten wiederholten ihre Vorwürfe und machten sich gegenseitig für den festgefahrenen Konflikt verantwortlich.

„Unser Schreiben ist mehr als ein bloß formeller Akt“, erklärte der GDL-Bundesvorsitzende Claus Weselsky. Er warf der Deutschen Bahn Falschinformationen vor. „Die DB will uns schaden, wo sie nur kann, und dabei ist ihr jedes Mittel recht.“ Mit ihren Forderungen mache die Bahn eine Einigung ohne Arbeitskampfmaßnahmen unmöglich. Die Deutsche Bahn wies dies zurück und forderte die Gewerkschaft auf, an den Verhandlungstisch zurückzukehren. „Allein durch Streikankündigungen verunsichern Sie unsere Kundinnen und Kunden und fügen dem sowieso hart getroffenen Unternehmen einmal mehr Schaden zu.“

Anfang voriger Woche war die vierte Verhandlungsrunde ohne Ergebnis zu Ende gegangen. Während die Deutsche Bahn der GDL eine „Konfrontation um jeden Preis“ vorwarf, kündigten die Lokführer Arbeitskampfmaßnahmen an. Die GDL fordert Lohnerhöhungen wie im öffentlichen Dienst von 3,2 Prozent. Nach Lesart der Bahn summieren sich die gesamten Forderungen der Lokführer allerdings auf etwa das Dreifache davon.

APA/Red.

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