Engelstor in Schönbrunn öffnet neuen Zugang
Das Engelstor verbindet die Kennedybrücke künftig direkt mit dem Schönbrunner Schlosspark und erleichtert damit den Zugang zum Areal.
Das Engelstor bei der Kennedybrücke ist ab sofort als zusätzlicher Zugang zum Schönbrunner Schlosspark geöffnet. Für Besucher, die mit U-Bahn, Straßenbahn oder Bus anreisen, verkürzt sich damit der Weg in den Park und zu den Einrichtungen des Schönbrunner Areals. Das Tor wurde am heutigen Dienstag im Beisein von Prof. Mag. Dr. Gerhard Schmid, Dritter Präsident des Wiener Landtags, offiziell eröffnet. Das Projekt wurde vom Tiergarten Schönbrunn, der Schönbrunn Group, dem KHM-Museumsverband und den Österreichischen Bundesgärten umgesetzt. Die Stadt Wien unterstützte die Realisierung.
Kürzerer Weg vom Verkehrsknotenpunkt
Das Engelstor liegt direkt bei der Kennedybrücke. Von dort führt der Weg nun unmittelbar in den Schlosspark. Der bisherige Zugang zum Tiergarten und zu anderen Einrichtungen verlief teilweise entlang der stark frequentierten Straße. Vor allem für die Bewohner des Bezirks Hietzing war die Öffnung des Tores seit längerem ein Anliegen. Bezirksvorsteherin Mag.a Johanna Zinkl bezeichnete den neuen Zugang als Verbesserung für die Bevölkerung und die zahlreichen Besucher Schönbrunns. Auch die Erreichbarkeit der Kaiserlichen Wagenburg des KHM-Museumsverbands wird einfacher. Das Museum befindet sich nur wenige Gehminuten vom neuen Eingang entfernt.
Historisches Umfeld
Das Engelstor liegt innerhalb des historischen Schönbrunner Areals, das seit 1996 zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört. Heuer wird das 30-jährige Jubiläum der Aufnahme in die Welterbeliste begangen. Ein Teil des Projekts war daher die möglichst passende Gestaltung der neuen Portierloge. An dieser Stelle hatte sich früher eine Wachstube befunden. Das ursprüngliche Gebäude bestand später nicht mehr und wurde vermutlich im Zuge der Veränderungen rund um die heutige Kennedybrücke abgetragen. Für die Planung standen nur wenige historische Unterlagen zur Verfügung. Architekt DI Georg Töpfer orientierte sich nach eigenen Angaben vor allem an zwei historischen Fotografien. Die neue Loge wurde als Ziegelbau mit Kalkmörtelputz und Holzdachstuhl errichtet. Im Inneren wurde sie für den ganzjährigen Betrieb ausgestattet.
Zugang für Fußgänger
Die Portierloge wird von den Österreichischen Bundesgärten betreut. Zusätzlich wurde beim Engelstor eine Polleranlage installiert. Sie entspricht den Sicherheitseinrichtungen an anderen Zugängen zum Schlosspark. Das Tor ist für Fußgänger geöffnet, eine Zufahrt für Einsatzfahrzeuge bleibt möglich. Tiergarten-Direktor Dr. Stephan Hering-Hagenbeck hatte die Verbesserung des Zugangs nach eigenen Angaben bereits vor seiner Tätigkeit im Tiergarten als notwendig empfunden. Mit dem neuen Eingang sei nun eine direkte Verbindung zum Schlosspark geschaffen worden. Für Schönbrunn Group-Geschäftsführer Mag. Klaus Panholzer ist das Engelstor eine weitere Verbindung zwischen den Einrichtungen des Areals. Auch auf Bundesebene wird die Öffnung als Verbesserung für die Besucher und als Beitrag zur Weiterentwicklung des historischen Standorts gesehen.
Rund 650.000 Euro budgetiert
Die Projektkosten wurden mit rund 650.000 Euro veranschlagt. Darin enthalten ist auch die Polleranlage, deren Kosten vollständig von der Schönbrunn Group übernommen werden. Die übrigen Kosten tragen der Tiergarten Schönbrunn, die Schönbrunn Group und der KHM-Museumsverband.
(PA/red)
