Fisch und Meeresfrüchte bleiben gefragt

Die weltweite Produktion von Fisch und Meeresprodukten erreicht Rekordwerte, gleichzeitig wächst der Druck auf nachhaltige Beschaffung und verantwortungsvollen Konsum.

17.06.2026 10:20
red04
© Adobe

Fisch, Meeresfrüchte und Algen gewinnen weltweit weiter an Bedeutung. Wie aus dem aktuellen Bericht der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) hervorgeht, erreichte die globale Fischerei- und Aquakulturproduktion im Jahr 2024 mit 235 Millionen Tonnen einen neuen Höchststand. Für die Gastronomie und den Tourismus unterstreicht diese Entwicklung die anhaltend hohe Nachfrage nach Produkten aus dem Wasser.

Besonders stark wächst die Aquakultur, also die kontrollierte Aufzucht von Fischen, Muscheln und anderen Wasserlebewesen. Erstmals wurde dabei die Marke von 100 Millionen Tonnen bei tierischen Erzeugnissen überschritten. Damit entwickelt sich die Aquakultur zunehmend zu einem wichtigen Pfeiler der internationalen Lebensmittelversorgung und gewinnt auch für die Gastronomie als verlässliche Bezugsquelle an Bedeutung.

Gleichzeitig bleibt die klassische Fischerei unverzichtbar. Weltweit wurden im vergangenen Jahr rund 92 Millionen Tonnen Fisch aus Wildfang gewonnen. Viele touristische Regionen und kulinarische Destinationen setzen weiterhin auf regionale Fischspezialitäten und maritime Genussangebote, die für Gäste ein wichtiger Teil des Urlaubserlebnisses sind.

Mit den steigenden Produktionsmengen rückt jedoch auch die Frage der Nachhaltigkeit stärker in den Fokus. Laut FAO werden derzeit nur rund 62 Prozent der weltweiten Fischbestände innerhalb biologisch nachhaltiger Grenzen genutzt. Fast 38 Prozent gelten als überfischt. Experten warnen daher vor den langfristigen Folgen für Ökosysteme und die Versorgungssicherheit.

Für Gastronomiebetriebe, Hotels und touristische Anbieter gewinnt die Herkunft von Fischprodukten zunehmend an Bedeutung. Nachhaltige Beschaffung, transparente Lieferketten und zertifizierte Produkte werden für viele Gäste zu wichtigen Entscheidungskriterien. Besonders im Premium- und Genusstourismus steigt die Nachfrage nach regionalen und verantwortungsvoll erzeugten Produkten.

Die aktuellen Zahlen zeigen: Fisch und Meeresfrüchte bleiben ein wichtiger Bestandteil der internationalen Küche. Gleichzeitig wird der verantwortungsvolle Umgang mit den Ressourcen der Meere und Gewässer zu einer zentralen Herausforderung für Produzenten, Handel, Gastronomie und Tourismus gleichermaßen.

APA/Red.

Beitrag teilen

Das könnte Sie auch interessieren

Weitere Themen