Flughafen Salzburg plant Großausbau
Bis 2040 sollen am Flughafen Salzburg rund 300 Millionen Euro in den Ausbau der Infrastruktur investiert werden.
Der Flughafen Salzburg W. A. Mozart plant in den kommenden Jahren umfangreiche Investitionen in seine Infrastruktur. Im Mittelpunkt stehen dabei die Modernisierung des Terminals und der Ausbau der betrieblichen Anlagen. Insgesamt sollen bis 2033 rund 105 Millionen Euro in verschiedene Zukunftsprojekte fließen, bis 2040 ist ein Investitionsvolumen von etwa 300 Millionen Euro vorgesehen.
Großprojekt Terminal und Infrastruktur
Zentrales Vorhaben ist die Erneuerung und Erweiterung der Terminalbereiche. Nach Angaben der Flughafengeschäftsführung soll der Hangar 2 abgerissen werden, um Platz für die künftige Terminalerweiterung zu schaffen. Der Baustart für die Erweiterung ist für Anfang 2027 vorgesehen. Der bestehende Hauptterminal aus dem Jahr 1966 soll baulich mit dem in der Wintersaison genutzten Amadeus Terminal 2 verbunden werden. Zusätzlich ist der Neubau eines weiteren Hangars geplant. Laut Unternehmensangaben wird sich das Erscheinungsbild des Flughafens bis 2033 deutlich verändern. Neben den Terminalbauten sind weitere Infrastrukturmaßnahmen vorgesehen. Dazu zählen Investitionen in die Flugzeugenteisung, die Entwässerungssysteme, den Ersatz von Fahrzeugen sowie die Erneuerung von Rollwegen.
Bilanz 2025 mit sinkendem Ergebnis
Bei der Präsentation der Geschäftszahlen wurde auf ein insgesamt stabiles Jahr 2025 verwiesen. Der Flughafen konnte rund 1,8 Millionen Passagiere abfertigen und damit das Niveau trotz schwieriger Rahmenbedingungen halten. Der Umsatz lag bei 85,7 Millionen Euro. Der Jahresüberschuss sank im Vergleich zum Vorjahr allerdings deutlich von 10,4 Millionen Euro (2024) auf 3,4 Millionen Euro (2025). Dabei wurde eine Rückstellung in Höhe von 11,9 Millionen Euro für die geplante Sanierung von PFAS-Altlasten im Grundwasser berücksichtigt.
Einschätzung zur Verkehrsentwicklung
Aufsichtsratsvorsitzender und Landeshauptfrau-Stellvertreter Stefan Schnöll (ÖVP) sprach von einem vorläufig guten Geschäftsjahr 2026. Auch die Flughafengeschäftsführerin Bettina Ganghofer zeigte sich mit der Entwicklung zufrieden und verwies auf ein gut verlaufenes erstes Quartal. Gleichzeitig bleibt die Lage im Flugverkehr nach Einschätzung der Verantwortlichen volatil. Die aktuellen geopolitischen Rahmenbedingungen hätten bislang nur begrenzte Auswirkungen gezeigt, da viele Sommerflüge bereits länger im Voraus gebucht worden seien. Bei einer länger andauernden Krise seien jedoch mögliche Marktverwerfungen nicht auszuschließen.
Streckenentwicklung und neue Ziele
Für die kommenden Monate setzt der Flughafen auf die Absicherung bestehender Verbindungen sowie den gezielten Ausbau des Streckennetzes. Zusätzlich sollen neue Destinationen das Angebot erweitern. Kürzlich wurde ein Direktflug nach Rom vorgestellt, im Herbst soll Genua als weiteres Ziel hinzukommen.
(APA/red)
