Innsbruck investiert in neue Erholungszone am Inn

Das Projekt „Innsbruck am Inn“ umfasst eine neue Uferzone, ein modernisiertes Palmenhaus und ein neu errichtetes Hofgarten-Café.

23.06.2026 15:37
red04
© APA/HELMUT FOHRINGER
Vorgesehen sind unter anderem ein barrierefreier Zugang zum Fluss sowie Sitz- und Liegeflächen direkt am Wasser.

Mit dem Vorhaben „Innsbruck am Inn“ soll ein Abschnitt des Innufers in den kommenden Jahren neu gestaltet werden. Geplant ist eine frei zugängliche Erholungszone zwischen dem Congress Innsbruck und dem Émile-Béthouart-Steg nahe des Hofgartens. Vorgesehen sind unter anderem ein barrierefreier Zugang zum Fluss sowie Sitz- und Liegeflächen direkt am Wasser. Das Projekt ist Teil eines größeren Entwicklungsvorhabens, zu dem auch die Neugestaltung des Palmenhauses und der Neubau des Hofgarten-Cafés gehören. Nach den derzeitigen Plänen sollen die Maßnahmen bis 2029 umgesetzt werden.

Investition von rund 15 Millionen Euro

Für die drei Projekte sind insgesamt etwa 15 Millionen Euro veranschlagt. Die Finanzierung erfolgt durch die Stadt Innsbruck, das Land Tirol und den Bund. Der größte Teil der Kosten entfällt auf das Palmenhaus und das Hofgarten-Café. Diese beiden Vorhaben liegen im Zuständigkeitsbereich der Bundesgärten beziehungsweise der Burghauptmannschaft und werden mit rund zwölf Millionen Euro vollständig vom Bund finanziert. Für das Projekt „Innsbruck am Inn“ werden laut Bürgermeister Johannes Anzengruber derzeit Kosten von drei bis 3,5 Millionen Euro angenommen. An der Finanzierung beteiligen sich der Tourismusverband Innsbruck, die Stadt Innsbruck, das Land Tirol sowie der Bund. Die genannte Summe sei jedoch noch als Schätzung zu verstehen.

Zeitplan für die Gestaltung

Nach Angaben von Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer soll das Hofgarten-Café im Jahr 2029 wieder eröffnet werden. Für das Palmenhaus ist vorgesehen, die Planungen bis 2028 abzuschließen und 2029 mit den Bauarbeiten zu beginnen. Auch für die Neugestaltung des Innufers liegen bereits konkrete Vorstellungen vor. Geplant ist ein rund 150 bis 200 Meter langer Abschnitt mit drei Buchten. Entstehen sollen Aufenthaltsbereiche in Form von Terrassen sowie Sitz- und Liegeflächen unmittelbar am Fluss.

Zusammenarbeit der Beteiligten

Landeshauptmann Anton Mattle bezeichnete das Projekt als Möglichkeit, den Inn stärker in das Stadtleben einzubinden. Er verwies dabei auf die Zusammenarbeit von Bund, Land und Stadt. Das Land Tirol beteiligt sich insbesondere im Zusammenhang mit der Modernisierung des Hochwasserschutzes und übernahm nach eigenen Angaben auch eine vermittelnde Rolle zwischen den beteiligten Institutionen. Auch Landeshauptmannstellvertreter Josef Geisler hob hervor, dass durch das Vorhaben zusätzlicher Erholungsraum am Inn geschaffen werden solle.

Zustimmung aus der Innsbrucker Stadtpolitik

Vertreter der Innsbrucker Stadtkoalition begrüßten die geplanten Maßnahmen ebenfalls. Vizebürgermeisterin Elisabeth Mayr bezeichnete das Vorhaben als das aus ihrer Sicht spürbarste Projekt der aktuellen Stadtregierung. Stadtplanungsstadträtin Janine Bex verwies auf die Bedeutung für das Stadtklima. Wirtschaftsstadträtin Mariella Lutz hob insbesondere die Verbindung von Erholungsangeboten am Innufer und dem künftigen Hofgarten-Café hervor.

(APA/red)

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