Insel Capri begrenzt Besucherzahlen

Capri begrenzt Touristengruppen auf maximal 40 Personen und führt neue Regeln für Reiseleiter ein, um Chaos an den Sehenswürdigkeiten zu verhindern.

09.02.2026 9:55
red04
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Gruppen müssen während der gesamten Route geschlossen und sicher bleiben.

Die süditalienische Insel Capri geht gegen Massentourismus vor und setzt neue Regeln für organisierte Touristengruppen durch. Künftig dürfen Gruppen, die die Insel besuchen, nicht mehr als 40 Teilnehmer umfassen, wie der Gemeinderat einstimmig beschlossen hat.

Neue Vorschriften für Reiseleitungen

Die Verordnung sieht darüber hinaus weitere Auflagen vor. Reiseleiter müssen künftig eine gut sichtbare Plakette tragen, um ihre Gruppe eindeutig zu kennzeichnen. Außerdem sind Regenschirme, Tücher oder andere schlecht erkennbare Gegenstände während der Führungen nicht mehr zulässig. Kopfhörer werden Pflicht, damit die Teilnehmer die Erklärungen der Reiseleitung hören können, ohne andere Besucher zu stören. Zudem müssen Gruppen während der gesamten Route geschlossen und sicher bleiben und dürfen nicht den gesamten verfügbaren Raum einnehmen. Die Maßnahmen sollen bereits ab dem kommenden Sommer in Kraft treten. Ziel ist es, Chaos und Unordnung an An- und Abfahrtsbereichen sowie an stark frequentierten Panorama- und historischen Stätten zu vermeiden. Täglich besuchen Tausende Tages- und Übernachtungstouristen die Insel.

Massentourismus als immer häufigeres Problem

Capri ist nicht der einzige italienische Urlaubsort, der auf strengere Regeln setzt. In vielen Städten und Badeorten werden Maßnahmen gegen Umweltbelastung und respektloses Verhalten von Touristen eingeführt. So dürfen Besucher in der norditalienischen Nobelortschaft Portofino den Hauptplatz nur zwischen morgens und 18 Uhr betreten, flanieren, einkaufen oder in Restaurants sitzen, jedoch nicht anhalten oder Versammlungen bilden. Bei Verstößen drohen Bußgelder zwischen 65 und 275 Euro. Besonders betroffen sind Kreuzfahrttouristen. Von der Hafenstadt La Spezia aus erreichen pro Schiff bis zu 30 Busse die Steilküste der Cinque Terre und Portofino. Die neuen Vorschriften sollen helfen, den Zustrom der Besucher besser zu steuern und die Orte vor Überlastung zu schützen.

(APA/red)

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