Internationaler Tourismus erreichte 2025 Rekord

Trotz steigender Preise und geopolitischer Spannungen erreichte der internationale Tourismus 2025 mit 1,52 Milliarden Auslandsreisen einen neuen Höchststand.

21.01.2026 9:08
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Trotz steigender Kosten und anhaltender geopolitischer Spannungen hat sich der internationale Tourismus 2025 weiter erholt und einen neuen Rekord erreicht. Nach Angaben der UN-Tourismusorganisation mit Sitz in Madrid unternahmen im vergangenen Jahr rund 1,52 Milliarden Menschen eine Auslandsreise. Das entspricht einem Zuwachs von 4,0 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Getragen wurde die Entwicklung vor allem von deutlichen Zunahmen in Asien und Afrika.

Positive Aussichten

Die Organisation rechnet damit, dass sich der Aufwärtstrend auch 2026 fortsetzen wird. Voraussetzung dafür sei eine weitgehend stabile Weltwirtschaft sowie die weitere Erholung von Reisezielen, die bislang noch nicht das Niveau vor der Corona-Pandemie erreicht hätten. Zugleich verweist die UN-Tourismusorganisation auf anhaltende Unsicherheiten. Geopolitische Spannungen und bestehende Konflikte stellten weiterhin erhebliche Risiken für die Entwicklung des internationalen Tourismus dar.

Afrika mit stärkstem Wachstum

Besonders stark wuchs der Tourismus in Afrika. Die Zahl der internationalen Ankünfte stieg dort 2025 um 8,0 Prozent auf 81 Millionen. Vor allem Marokko und Tunesien zählten zu den Profiteuren dieser Entwicklung. Auch die Asien-Pazifik-Region verzeichnete ein deutliches Plus: 331 Millionen Reisende bedeuteten ein Wachstum von 6,0 Prozent. Dennoch lag das Reiseaufkommen dort weiterhin unter dem Niveau von vor der Pandemie und erreichte etwa 91 Prozent des Vergleichswerts.

Rückgang in Nordamerika

In Nordamerika entwickelte sich der Tourismus hingegen rückläufig. Die Zahl der internationalen Ankünfte sank um 1,4 Prozent auf 135,4 Millionen. Nach Einschätzung der UN-Tourismusorganisation trugen insbesondere schwächere Ergebnisse in den USA zu diesem Rückgang bei.

Europa bleibt führende Tourismusregion

Europa behauptete auch 2025 seine Stellung als weltweit wichtigste Tourismusregion. Die europäischen Länder zählten insgesamt 793 Millionen internationale Ankünfte, was einem Anstieg von 4,0 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Gegenüber dem Jahr 2019, also vor Beginn der Pandemie, lag das Niveau um sechs Prozent höher.

(APA/red)

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