Joint Sky startet trotz Beschwerden in Schwechat

Joint Sky Services darf die Bodenabfertigung am Flughafen Wien wie geplant am 25. Oktober aufnehmen, obwohl zwei Bewerber die Lizenzvergabe anfochten.

09.10.2026 12:48
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Das Unternehmen war erst drei Tage vor Ablauf der ursprünglichen Ausschreibungsfrist gegründet worden.

Der neue Bodenabfertiger am Flughafen Wien, Joint Sky Services, darf seinen Betrieb wie geplant am 25. Oktober aufnehmen. Das Bundesverwaltungsgericht (BVwG) entschied am gestrigen Donnerstag, dass Beschwerden gegen die Lizenzvergabe keine aufschiebende Wirkung haben. Die inhaltliche Prüfung der Ausschreibung steht noch aus. Das Gericht begründete die Entscheidung mit den Interessen der Flughafen Wien AG. Diese hätte andernfalls nach den gesetzlichen Vorgaben unfreiwillig als Ersatz-Bodenabfertiger einspringen müssen. Die Entscheidung gilt vorerst, bis das Gericht die Beschwerden inhaltlich geprüft hat.

Zwei Beschwerden gegen die Vergabe

Zwei der vier unterlegenen Bewerber haben die Vergabe der Lizenz an Joint Sky Services angefochten. Das Unternehmen war erst drei Tage vor Ablauf der ursprünglichen Ausschreibungsfrist gegründet worden. Noch bis 24. Oktober ist die Airline Assistance Switzerland AG (AAS) neben dem Flughafen Wien für die Bodenabfertigung am Vorfeld zuständig. Sie betreut in Wien rund zwei Dutzend der insgesamt etwa 65 Fluggesellschaften, darunter Turkish Airlines sowie die IAG-Airlines Iberia und British Airways.

Frühere Vergabe bereits beanstandet

Vor AAS war der türkische Dienstleister Celebi für die Bodenabfertigung zuständig. Er musste die Lizenz 2020 vorzeitig abgeben, nachdem das Bundesverwaltungsgericht die damalige Vergabe als „mangelhaft“ beurteilt hatte. In der EU müssen größere Flughäfen neben dem Flughafenbetreiber einen weiteren Bodenverkehrsdienstleister ermöglichen. Damit sollen Fluggesellschaften eine Alternative bei der Abfertigung ihrer Flugzeuge haben.

(APA/red)

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